Hallo spezi,
ich kann nicht auf kmail eingehen, weil ich das Programm selbst nicht nutze.
Beim Schutz seines Rechners durch die Überwachung der Mails mit einem AV-Scanner gibt es ja grundsätzlich zwei Ansätze:
1.) die Überwachung des ein- und ausgehenden Mailtraffics durch den Scanner, und
2.) das Scannen der Mailanhänge.
zu 1.)
Ob der kostenlose "antivir" überhaupt zum Scannen des Traffics in der Lage ist, kann ich dir nicht sagen. Aber trotzdem dazu folgende Informationen:
Ein (dafür geeigneter) AV-Scanner klinkt sich direkt in den Übertragungsweg ein, und versucht unmitelbar in diesem Datenstrom Malware zu erkennen. Soweit so gut, aber: wenn du die Verbindung zum Server mit SSL/TLS verschlüsselst, kann der Scanner den Datenstrom nicht lesen! Vernünftigerweise blockiert der Scanner dann die Verbindung, denn das ist besser als eine vorgegaukelte Sicherheit! Und beim Senden der heute leider üblichen Riesenanhänge gibt es noch dazu timeout-Probleme, weil das Scannen Zeit kostet.
Im Thunderbird-Forum haben wir zu beiden Fällen Dutzende Beiträge, wo die User über entsprechende Probleme schreiben ... .
zu 2.)
Das "Virenproblem" ist unter unserem Betriebssystem ggw. noch kein richtiges Thema. Deshalb suchen AV-Scanner ja auch nur nach Schadcode für das Programm mit den "Fenstern". (Mir ist zumindest kein Programm bekannt, welches auch "Linuxviren" in seinen Signaturen hat, lasse mich aber gern belehren!)
Das heißt, selbst wenn du einen unter Linux ausführbaren (!) Mailanhang wie ein .doc oder ein anderes Office-Format direkt aus dem Mailprogramm öffnen solltest, dann ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass deinem Rechner etwas passiert. Im Endeffekt scannst du Mailanhänge, damit du keinen Schadcode durch Weiterleitung an deine Windows-Freunde verschickst, oder wenn du selbst diese Anhänge unter Windows öffnest. Aber da würdest du sie ja eh vorher scannen ... .
Ich selbst (hier: meine privaten Rechenkisten!!!) mache es so:
Ich habe mir auch einen AV-Scanner unter Linux installiert. Dieser wird aber nur im on-demand-Modus (also auf Aufforderung) betrieben.
Die Mailanhänge löse ich in einen Downloadordner ab (ich nutze Thunderbird, und Ablösen heißt, ext. Speichern und Entfernen aus der Mail). Dort scanne ich mit einem dafür angelegten Button den kompletten Inhalt und öffne sie erst danach dort vor Ort.
Zumindest betrifft es die Anhänge, die ich evtl. meinen WinDOSen-Freunden weiterschicke oder die ich als eventuelle Überträger von Malware einstufe.
Sicherlich werden das manche Nutzer als übertrieben einstufen. Aber mein guter Ruf ist es mir wert, dass ich alles unternehme, um den Weiterversand von Malware zu vermeiden ... .
Wie schon beschrieben und begründet, mache ich mir ggw. wegen meines eigenen Linux-Systems wenige Sorgen. Und um ganz sicher zu gehen (ja, ein "ganz sicher" gibt es nicht!), scanne ich monatlich 1x meine Rechner durch das Booten einer "desinfec´t"- DVD.
Auch wenn es keine direkte Antwort auf deine Frage war ...
MfG Peter