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[gelöst] Software-Archiv mit YaST

Hallo im Forum,

habe seit ca. 3 Wochen OpenSuse 11 (neben WinXP pro) installiert; bisher funktioniert alles gut.

Ich möchte nun ein/mein Software-Archiv einrichten mit folgenden Überlegungen:

- Verzeichnisstruktur mit z.B. -Hardware, -System, -Audio, -Video, etc.
- Ablegen der entsprechenden Software in die Verzeichnisse (uninstalliert und installiert)
- Pflege der abgelegten Software (updaten, installieren, deinstallieren, anzeigen mit Beschreibung ...) mit YaST

Nun meine Frage:

Macht so etwas unter OS Sinn oder bin ich noch zusehr WIN-geschädigt?

Vielen Dank im voraus für Anregungen.
 
A

Anonymous

Gast
Kyoto schrieb:
- Verzeichnisstruktur mit z.B. -Hardware, -System, -Audio, -Video, etc.
- Ablegen der entsprechenden Software in die Verzeichnisse (uninstalliert und installiert)
- Pflege der abgelegten Software (updaten, installieren, deinstallieren, anzeigen mit Beschreibung ...) mit YaST

Macht so etwas unter OS Sinn oder bin ich noch zusehr WIN-geschädigt?

Ich bin mir nicht so ganz sicher, richtig verstanden zu haben, was du machen möchtest. Allerdings befürchte ich fast, dass du da noch ein bisschen zu sehr auf Windows Erfahrungen aufbauen willst.

Die Software kommt fast ausnahmslos vollständig in fertigen Paketen die in einander greifen wie ein Lego Baukastensystem und die entweder von den Installationsmedien bezogen wurden, oder aus dem Netz geladen wurde. Prinzipell sind alle diese Pakete der aktuellen und aller noch unterstützten Versionen alle ständig und mehrfach im Netz, und werden dort auch ständig aktuell gehalten. Dein System kann jederzeit darauf zugreifen, und wird es bei speziellen Abhängikeiten auch tun. Dazu müssen nur die Installationsquellen deinem Paketmanger bekannt gegeben werden.
Einzig wenn du extrem spezielle Software benutzt, oder deine Software für dich speziell mit speziellen Optionen kompiliert worden ist, bzw wenn du eine nicht mehr unterstütze oder spezielle Version von Linux benutzt, oder wenn du einen Rechner hast, der nicht oder nur außerst umständlich aufs Internet zugreifen kann, ist es ratsam solche Software selbst noch einmal für sich selbst als Sicherheit zu bevorraten. Ansonsten reicht es aus, wenn du eine Übersicht hast, welche Software du installiert hast, eventuell aus welcher Softwarequelle (bei Multimediapaketen gibt es da durchaus Unterschiede) und wenn du an einigen komplizierte Konfigurationen machen musstest oder gemacht hast, dann noch diese Konfigurationsdateien, und du kannst jederzeit das System aus dem nichts heraus in kürzester Zeit wieder genauso aufsetzen.

Alles andere macht nicht allzuviel Sinn, da die einzelnen Pakete soviele Abhängkeiten zu jeweils anderen Pakten haben, das es schier unmöglich ist mit vertretbaren Aufwand das auf dem eigenem Rechner selbst pflegen zu wollen.


robi
 

Rainer Juhser

Moderator
Teammitglied
Kyoto schrieb:
Ich möchte nun ein/mein Software-Archiv einrichten mit folgenden Überlegungen:

- Verzeichnisstruktur mit z.B. -Hardware, -System, -Audio, -Video, etc.
Die Verzeichnisstruktur ist unter Linux vorgegeben, da frickelt man nicht selbst dran herum. ;)
Lesestoff: http://de.wikipedia.org/wiki/Filesystem_Hierarchy_Standard

Kyoto schrieb:
- Ablegen der entsprechenden Software in die Verzeichnisse (uninstalliert und installiert)
Das macht der Paketmanager für dich. :D

Kyoto schrieb:
- Pflege der abgelegten Software (updaten, installieren, deinstallieren, anzeigen mit Beschreibung ...) mit YaST
Richtig - mit Yast:
http://wiki.linux-club.de/opensuse/Software_Installieren/Deinstallieren_mit_YaST
http://wiki.linux-club.de/opensuse/YaST-Installationsquellen_für_openSUSE

Kyoto schrieb:
Macht so etwas unter OS Sinn oder bin ich noch zusehr WIN-geschädigt?
So wie du dir das wohl vorgestellt hast, macht das keinen Sinn - ich würde also auf fortgeschrittene WIN-Schädigung tippen. :D ;)

Aber mach dir nix draus, das lässt sich mit etwas Lernbereitschaft und gutem Willen heilen. 8) :D

[edit]Uups, da war einer schneller... :p aber ich denke unsere Aussagen ergänzen sich.[/edit]
 
Wow - schnell mal den Kopf gewaschen bekommen - vielen Dank

Kurze Ergänzung:

Ich versuche z.Zt., die von mir unter WIN benutzte Software auf entsprechende für OS umzustellen.
Da mir die OS Software weitestgehend unbekannt und die Namensgebung meist kryptisch ist, wäre eine Verteilung auf definierende Verzeichnisse sehr hilfreich ( Audio-Programme im Verzeichnis Audio etc.).
Dann könnte ich etwas systematischer austesten, welches Programm meinen Bedürfnissen am nächsten kommt. Ist es ok und endgültig installiert, soll der verbliebene Rest gelöscht werden.

Vielleicht zu kompliziert, vielleicht auch unnötig aber für den eigenen Überblick sehr hilfreich.

???
 

Rainer Juhser

Moderator
Teammitglied
Kyoto schrieb:
Da mir die OS Software weitestgehend unbekannt und die Namensgebung meist kryptisch ist, wäre eine Verteilung auf definierende Verzeichnisse sehr hilfreich ( Audio-Programme im Verzeichnis Audio etc.).
Dann könnte ich etwas systematischer austesten, welches Programm meinen Bedürfnissen am nächsten kommt. Ist es ok und endgültig installiert, soll der verbliebene Rest gelöscht werden.
Das solltest du aber dann eher über eine entsprechende Gestaltung deines Menüs machen. Wenn du versuchst, an der Verzeichnisstruktur herumzubasteln, bekommst du garantiert Probleme.
 
Dachte, dass ich in meinem eigenen User-Home die Verzeichnisse erstelle und die Programme sortiert ablege.
Dachte weiterhin, dass ich dann für die "Ausbrobier-Installation" auf ein entsprechendes Programm zugreifen kann.
Oder ist mein gedanklicher Fehler, dass die Programme nicht "komplett" abgelegt werden können und bei der Installation dann Abhängigkeiten nicht aufgelöst werden können?
 
Yayayay, Deine Lust am Experimentieren in allen Ehren (dazu lädt Linux ja auch durchaus ein), aber finde erstmal heraus, wie das Linux'sche System insgesamt aufgebaut ist, bevor Du es zu tweaken versuchst, okay?

Dachte, dass ich in meinem eigenen User-Home die Verzeichnisse erstelle und die Programme sortiert ablege.

Anwendungen werden in der Regel nicht für einen user, sondern systemweit installiert, und zwar auf der /-Partition - im /home landet nur das, was Deinen user betrifft.

Dachte weiterhin, dass ich dann für die "Ausbrobier-Installation" auf ein entsprechendes Programm zugreifen kann.

Hä?

Oder ist mein gedanklicher Fehler, dass die Programme nicht "komplett" abgelegt werden können und bei der Installation dann Abhängigkeiten nicht aufgelöst werden können?

*verwirrt*

Ich hatte noch nie Win, eventuell kapiere ich deshalb nicht so ganz, was Du erreichen willst. Schau Dir mal an, was Dein Paketmanager so alles leistet, ich tippe mal darauf, dass sich viele Deiner Wünsche dann als obsolet erweisen. Grundsätzlich funktioniert das Suchen, Installieren und Deinstallieren von Anwendungen mittels des Paketmanagements ohnehin ratzfatz, d.h. Du suchst einfach über z.B. Stichworte nach ein paar Audioplayern, lässt sie installieren, probierst sie aus und schmeißt anschließend die runter, die Du nicht behalten magst. Ist eine Sache von Sekunden, wirklich.

Edit:

Da mir die OS Software weitestgehend unbekannt und die Namensgebung meist kryptisch ist, wäre eine Verteilung auf definierende Verzeichnisse sehr hilfreich ( Audio-Programme im Verzeichnis Audio etc.).

Hier mal ein paar links, die Dir weiterhelfen könnten:

Vergleichende Seiten:
http://linuxappfinder.com/alternatives
http://www.angelfire.com/linux/liste/start.html

Es gibt außerdem vieles, was sowohl unter Win als auch Linux läuft, eventuell benutzt etwas davon bereits:
http://www.deshalbfrei.org/moinmoin/software_perlen
 
Vergessen wir mal WIN, tweaken und... (bin nur User, kein Wissender, wobei sich das nicht ausschliessen muss)

Die erhaltenen Antworten sind nicht so richtig einleuchtend (liegt sicher an meinen Fragen/Erklärungen).

Noch ein Versuch:
Ich gehe davon aus, dass ich in /home Verzeichnisse anlegen kann
Ich gehe weiterhin davon aus, dass ich in diese Verzeichnisse Daten (auch Programme) ablegen kann
Ich gehe auch davon aus, dass ich auf diese abgelegten Programme zugreifen kann und sie bei Bedarf installieren kann incl. Klärung der Abhängigkeiten.
Wenn eins davon nicht geht, ist mein Thema gelöst.
 
Ich gehe davon aus, dass ich in /home Verzeichnisse anlegen kann

Richtig.

Ich gehe weiterhin davon aus, dass ich in diese Verzeichnisse Daten (auch Programme) ablegen kann

Im Grunde richtig, aber eigentlich total falsch. Die Installation von Anwendungen in /home ist eine seltene Ausnahme, da dies dann ohne den Paketmanager abläuft und man dann auf den Komfort desselben verzichten muss. Fast immer (in der Regel zu 100%) werden Anwendungen in / installiert.

Daten Deines users (Musik, Bilder etc.) kannst Du natürlich in /home ablegen, wie Du lustig bist.

Ich gehe auch davon aus, dass ich auf diese abgelegten Programme zugreifen kann und sie bei Bedarf installieren kann incl. Klärung der Abhängigkeiten.

Nein, denn einen entscheidenden Unterschied hat die Installation von Anwendungen unter Linux zu Win: unter Linux lädtst Du Dir nicht irgendwelche Programme aus dem Netz und zimmerst sie in Dein System, sondern greifst über das Paketmanagement auf sogenannte Repositories zu - das sind Verzeichnisse im www, die z.T. tausende von Anwendungen und Bibliotheken enthalten, die Du mit dem Paketmanager verwalten kannst. Du hast also ohne irgendwas zusammensuchen zu müssen jederzeit Zugriff auf sämtliche Software, die für z.B. SuSE erhältlich ist (entsprechend eingerichtete Quellen vorausgesetzt). Deshalb muss man auch keine Pakete irgendwo lagern.

Nochmal: schau Dir an, was YaST (oder irgendein anderer Paketmanager) eigentlich macht, erst dann wirst Du nachvollziehen können, dass Dein Vorhaben viel viel umständlicher ist als das, was Linux per default bereitstellt.

Wenn eins davon nicht geht, ist mein Thema gelöst.

D.h. in diesem Falle würdest Du aufgeben? Hm...
 
Im Grunde richtig, aber eigentlich total falsch. Die Installation von Anwendungen in /home ist eine seltene Ausnahme, da dies dann ohne den Paketmanager abläuft und man dann auf den Komfort desselben verzichten muss. Fast immer (in der Regel zu 100%) werden Anwendungen in / installiert.

Daten Deines users (Musik, Bilder etc.) kannst Du natürlich in /home ablegen, wie Du lustig bist.

Eben nicht installieren, sondern ablegen.

Nein, denn einen entscheidenden Unterschied hat die Installation von Anwendungen unter Linux zu Win: unter Linux lädtst Du Dir nicht irgendwelche Programme aus dem Netz und zimmerst sie in Dein System, sondern greifst über das Paketmanagement auf sogenannte Repositories zu - das sind Verzeichnisse im www, die z.T. tausende von Anwendungen und Bibliotheken enthalten, die Du mit dem Paketmanager verwalten kannst. Du hast also ohne irgendwas zusammensuchen zu müssen jederzeit Zugriff auf sämtliche Software, die für z.B. SuSE erhältlich ist (entsprechend eingerichtete Quellen vorausgesetzt). Deshalb muss man auch keine Pakete irgendwo lagern.

Nochmal: schau Dir an, was YaST (oder irgendein anderer Paketmanager) eigentlich macht, erst dann wirst Du nachvollziehen können, dass Dein Vorhaben viel viel umständlicher ist als das, was Linux per default bereitstellt.

D.h. in diesem Falle würdest Du aufgeben? Hm...

Na ja, sicher nicht aufgeben, da mich die Funktionalität von YaST fasziniert, ich YaST aber auch auf ein eigenes, auf meiner HDD zusammengestellten und abgelegten "Repository" anwenden möchte.
 
Eben nicht installieren, sondern ablegen.

Nur wozu? Die Pakete liegen ja ohnehin in den Repositories, also warum muss man die systemintern lagern? Macht doch keinen Unterschied, außer, dass man Platz verschwendet und auf die nützliche Suchfunktion des Paketmanagers verzichtet...

Mal ganz deutlich: angenommen, Du willst einfach mal drei oder vier Audioplayer ausprobieren (weil die, die bei SuSE per default installiert sind, Dir nicht gefallen, kann ja sein). Du gehst in YaSTs Softwareverwaltung, tippst als Suchstichwort meinetwegen "audio player" ein (man kann als Filter sowohl Namen als auch Paketbeschreibungen setzen) und bekommst daraufhin sämtliche installierbaren Player aufgelistet. Dann wählst Du ein paar davon aus, lässt sie über YaST aus dem Netz holen und installieren und fertig ist die Laube, schon kannst Du die Software testen. Da Du vermutlich nicht zig Audioplayer benötigst, deinstallierst Du nach dem Testen die Anwendungen, die Du nicht behalten willst. So einfach ist das.

[...] ich YaST aber auch auf ein eigenes, auf meiner HDD zusammengestellten und abgelegten "Repository" anwenden möchte.

Das geht allerdings sehr wohl (funktioniert bei mir absolut einwandfrei, wenn ich auch nicht YaST, sondern smart [ein alternativer Paketmanager] verwende). Nur: ein eigenes Repository lohnt sich doch nur dann, wenn man dort Software ablegt, die in dieser Form über andere Repositories nicht erhältlich ist, also z.B. Anwendungen, die man mit speziellen Compileroptionen selbst aus dem Quellcode übersetzt hat. Es ist aber unwahrscheinlich, dass Du gleich zu Anfang darauf angewiesen sein wirst, denn die Softwareauswahl gerade unter SuSE ist sehr umfangreich. Ich erlebe es alle Jubeljahre mal, dass eine Anwendung für SuSE mal nicht als fertiges Paket über die Repos bezogen werden kann.
 
Nur wozu? Die Pakete liegen ja ohnehin in den Repositories, also warum muss man die systemintern lagern? Macht doch keinen Unterschied, außer, dass man Platz verschwendet und auf die nützliche Suchfunktion des Paketmanagers verzichtet...

Mal ganz deutlich: angenommen, Du willst einfach mal drei oder vier Audioplayer ausprobieren (weil die, die bei SuSE per default installiert sind, Dir nicht gefallen, kann ja sein). Du gehst in YaSTs Softwareverwaltung, tippst als Suchstichwort meinetwegen "audio player" ein (man kann als Filter sowohl Namen als auch Paketbeschreibungen setzen) und bekommst daraufhin sämtliche installierbaren Player aufgelistet. Dann wählst Du ein paar davon aus, lässt sie über YaST aus dem Netz holen und installieren und fertig ist die Laube, schon kannst Du die Software testen. Da Du vermutlich nicht zig Audioplayer benötigst, deinstallierst Du nach dem Testen die Anwendungen, die Du nicht behalten willst. So einfach ist das.

Richtig, mache ich auch z.Zt. so.

Das geht allerdings sehr wohl (funktioniert bei mir absolut einwandfrei, wenn ich auch nicht YaST, sondern smart [ein alternativer Paketmanager] verwende). Nur: ein eigenes Repository lohnt sich doch nur dann, wenn man dort Software ablegt, die in dieser Form über andere Repositories nicht erhältlich ist, also z.B. Anwendungen, die man mit speziellen Compileroptionen selbst aus dem Quellcode übersetzt hat. Es ist aber unwahrscheinlich, dass Du gleich zu Anfang darauf angewiesen sein wirst, denn die Softwareauswahl gerade unter SuSE ist sehr umfangreich. Ich erlebe es alle Jubeljahre mal, dass eine Anwendung für SuSE mal nicht als fertiges Paket über die Repos bezogen werden kann.

Es muss sich nicht lohnen, sondern nur als Aufgabe Spass machen.
Also werde ich ein solches eigenes Repository aufbauen und mich daran erfreuen.
Tipps dazu??
 

Rainer Juhser

Moderator
Teammitglied
An deiner Stelle würde ich damit noch etwas warten und mich stattdessen erstmal intensiv mit den Linux-Grundlagen beschäftigen. Wenn du dann weißt, wie das System tickt und vor allem die "Windows-Denke" abgelegt hast, kannst du dich an dein eigenes Repo machen - falls du es dann überhaupt noch willst. ;)

Ich sage das nicht ohne Grund: eine schnelle Google-Suche brachte zwar einige HowTos zu Tage, aber die sind IMHO alle nicht anfängertauglich, weil das eben keine Sache für Anfänger ist. Ein Beispiel: http://www.howtoforge.com/creating_a_local_yum_repository_centos

Also wie gesagt: "Don't try to run before you can walk" - du wirst beim Umstieg auf Linux am Anfang auch ohne eigene Repos genug Aufgaben finden, die Spass machen. :roll: :D
 
Hallo und guten Abend,

möchte mich bei den Beteiligten vielmals bedanken für die hilfreichen Infos, Tipps und Streicheleinheiten.
 
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