Hallo Heinz,
heinzschenk schrieb:
Auf meinem Netgear-Firewall habe ich alles ein- und ausgehende gesperrt und dann einiges weniges erlesenes (wie TCP 80) freigegeben.
Und dabei hast du dich wohl selbst ausgesperrt!
Auf einem sauber konfigurierten Betriebssystem benötigst (*) du überhaupt keinen Firewall! Weder ein- noch ausgehend.
Durch die gegenwärtig unter IPv4 noch übliche
NAT - Network Address Translation sperrt der Router jeden von außen kommenden Traffic. Aber selbst wenn dieses nicht so wäre, sind nur die Ports auf deinem System geöffnet, hinter denen auch wirklich Dienste "lauschen". Hier sind wir wieder beim "sauber konfigurierten System". Hast du keine Serverdienste zu laufen, hast du nach außen auch keine Ports offen, brauchst du eigentlich auch keine Firewall welche dich nach außen abschottet. Mit der Konfiguration im Router bzw. in der FW des Betriebssystems musst du nur Ports freigeben (an eine IP in deinem privaten Netz weiterleiten), für die du auch eigene Dienste (
eigene Web- Mail- usw. Server) bereitstellst.
(*) Selbstverständlich kannst und solltest du den "Schutz" durch das NAT des Routers und auch die zusätzliche ankommende Portsperre durch den in der Regel mit installierten Firewall von openSUSE nutzen. Beide funktionieren in diese Richtung ohne zusätzliche Konfiguration (und damit ohne Fehlbedienungsmöglichkeit durch den User ...). Sie sind also von vorn herein ankommend "zu".
Anders ist es beim abgehenden Netzwerkverkehr.
Jeder handeslübliche "Baumarktrouter" und auch die FW unseres Betriebssystems lassen jeden ausgehenden Traffic ungehindert passieren.
Der ONU weiß garantiert nicht, auf welchen Ports sein Rechner mit Servern aus dem Internet korrespondiert. Es sind weit mehr, als du denkst! Und wenn du bewusst und ohne dieses Wissen ausgehende Portsperren einrichtest, dann vernagelst du selbst dein System.
(*) Auch hier gibt es gute Gründe, trotzdem unter bestimmten konkreten Bedingungen ausgehende Portsperren und weitergehende Filter anzulegen!
In Firmen mit eigenem Intranet und auch eigenem Mailsystem ist es sehr wohl üblich viele Ports ausgehend zu sperren. Nur so kannst du unerwünschte gehende Verbindungen zu privat genutzten Mailsystemen, illegal betriebene VPN, unerwünschte HTTP-Verbindungen usw. unterbinden. Das ist dort notwendig und auch gut und richtig so. (Auch wenn viele Nutzer das nicht so sehen, und alle Tricks versuchen, diese Sperren zu umgehen ... .)
Einen anderen Grund haben Nutzer von Windows. Diese hoffen (!) durch Sperren ungenutzter Port verhindern zu können, dass eingefangene "Trojaner" nach Hause telefonieren können.
Und wenn du willst, dass z. Bsp. Kinder bestimmte Dienste nicht nutzen dürfen (Skype, Filesharing usw.), dann kannst du auch versuchen, mit abgehend wirkenden Portsperren dieses zu verhindern.
Einen Zugriff mit Telnet wie beschrieben bekomme ich weder bei pop.gmx.net noch bei pop3.web.de.
Was heißt "bekomme ich nicht"?
Kannst du den Test nicht ausführen, oder bekommst du die (erwartete) Fehlermeldung?
Poste bitte die gesamte Konsolenausgabe, vom eingegebenen Kommando bis zu den Meldungen, in codatags verpackt hier im Forum.
Auch wüßte ich noch gerne, was diese Einstellungen von PLAIN/LOGIN/NTLM/APOP etc. eigentlich bedeuten?
Das ist die Art, wie der Server das vom Client gesendete Passwort erwartet (oder richtiger: die Methode der Authentifizierung).
Im Internet ist das Senden des unverschlüsselten Passwortes (PLAIN) üblich. Wobei ich auch nicht weiß, was KMail unter "LOGIN" versteht. Aber das kann man ja auch problemlos austesten bzw. garantiert auch in der Hilfe von KMail nachlesen.
Vielleicht sollte ich bis zum Wochenende und zum neune openSUSE 12.1 warten? (Das könnte ich gerade noch so schaffen)
Und dann?
Das Problem besteht garantiert weiter.
MfG Peter