man fstrim schrieb:
Die häufige Ausführung von fstrim oder auch mount -o discard kann die Lebensdauer qualitativ minderwertiger SSD-Geräte negativ beeinflussen.
Das ist eine Behauptung ohne Nachweis.
discard teilt der SSD sofort mit, wenn ein logischer Sektor vom Dateisystem nicht mehr verwendet wird.
fstrim ermittelt immer alle vom Dateisystem nicht mehr verwendeten logischen Sektoren und teilt jeden davon der SSD mit.
discard kann bei viel beschäftigten Datenservern zu Verzögerungen der anderen Zugriffe führen (vor allem, wenn
Code:
grep queued /sys/class/ata_device/dev*/trim
"unqueued" ergibt).
fstrim ist bei Datenservern sinnvollerweise zu einer Zeit durchzuführen, wo die übrige Belastung gering ist. Bei einem "normalen" PC ist die gewählte Variante Geschmackssache.
Der Kernel verwendet seit langer Zeit standardmäßig
relatime, d. h. eine Änderung des Zeitpunkts eines Lesezugriffs wird nur dann vorgenommen, wenn der letzte derartige Zugriff eine bestimmte Zeit (standardmäßig sind es 24 Stunden) zurückliegt. Bei Datenservern ist diese Angabe insofern von Bedeutung, daß länger nicht verwendete Dateien gegebenenfalls auf ein langsameres Medium ausgelagert werden können.
noatime gibt es noch viel länger, dadurch wird der Zeitpunkt eines Lesezugriffs nicht gespeichert. Die zusätzliche Angabe von
nodiratime ist unnötig.
f.gruber schrieb:
Sind die Optionen noatime und nodiratime bei einer SSD noch angebracht?
Theoretisch ist alles gut, was unnötige Schreibzugriffe vermeidet. Praktisch wirst Du von dieser Verlängerung der Lebenszeit der SSD nichts haben.