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openSuSE 11.1 Repos ohne Repodata?

Liebe Leute!

Ich habe mir jetzt mal die 11.1 installiert und dann festgestellt, daß APT nicht mehr die Grundrepos per repomd einbinden kann, da sich kein Verzeichnis Repodata in oss bzw. non-oss befindet. Gibt es da einen anderen Weg, kommen die Verzeichnisse noch oder ist jetzt APT ganz tot?
 
Rpmmd Support wird wohl erstmal nicht erscheinen, da createrepo zuviel Speicher braucht.
http://lists.opensuse.org/opensuse-buildservice/2008-12/msg00058.html

}-Tux-{
 
Danke für den Link.
Jetzt weiß ich wenigstens, daß ich zu einer aussterbenden Rasse gehöre und eigentlich niemand bin, wenn ich rpm-md benötige. :zensur: Da macht die Paketpolitik richtig Sinn: Erst APT draufpacken und dann verunmöglichen. :schockiert:
 
rolle schrieb:
Danke für den Link.
Jetzt weiß ich wenigstens, daß ich zu einer aussterbenden Rasse gehöre und eigentlich niemand bin, wenn ich rpm-md benötige. :zensur: Da macht die Paketpolitik richtig Sinn: Erst APT draufpacken und dann verunmöglichen. :schockiert:

Dann hab' ich jetzt 'nen Grund noch eine Weile bei der 10.3 zu bleiben, da funktioniert Synaptic/APT noch perfekt.
 
Worin liegen die Vorteile von APT gegenüber zypper? Würde mich mal interessieren - denn seid der 11.0 jubeln doch alle zu Recht über das tolle Paketmanagement, wozu also auf APT bestehen?
 
Naja, es ist zum Einen die Macht der Gewohnheit. Und dann gefällt mir einfach das Problemmanagemant von APT gut, z.B. wie es mit fehlenden Abhängigkeiten bei einem Update umgeht. Smart war mir da immer zu vorschnell. Mit zypper bin ich einfach noch nicht warm geworden.
 
Neben der Geschwindigkeit sind ja auch die Auflösungsalgorithmen von zypper stark verbessert worden, was ich in der Praxis als extreme Erleichterung erfahre - unter der 10.3 mit smart waren hinsichtlich der Abhängigkeiten häufig noch arge Schraubereien und Nacharbeiten nötig, zypper ist da wesentlich besser zu handhaben (ich habe sehr viele Pakete [~1900] installiert, da ich meine Kiste auch als Studioumgebung nutze, da ist das nicht unwichtig). Und vom feeling her ist zypper doch ziemlich apt-like.

Ich will nicht missionieren, aber bevor jemand deswegen bei der 10.3 bleibt, obwohl das openSUSE-Team sich derart ins Zeug gelegt hat... lieber noch mal einen Blick drauf werfen.
 
Na ja Zypper läuft ziemlich schnell für'n Update zwischendurch, aber wie rolle sagt ist APT flexibler beim Paketmanagement.
 
Das ist mir zu ungenau beschrieben. :) Ich nutze zypper für alles, nicht nur für updates; ich verwalte damit derzeit etwa dreißig Repositories - sperren von Paketen und Repos funktioniert sehr flexibel, die queries von zypper sind auch sehr informativ. Ich frage, wie gesagt, nicht um zu missionieren, sondern um zu erkennen, welche Grenzen zypper gegenüber APT hat.
 
Wie schon geschrieben, ich bin einfach mit zypper noch nicht warm geworden und kenne deshalb auch seine Grenzen nicht, Ich handele da ganz unverschämt nach dem Motto 'Was der Bauer net kennt, frißt er net.'. Ich kenne APT, es zerschießt mir auch bei automatischen Updates nicht mein System und es liefert für mich verständliche Rückmeldungen. Und bisher hatte sich APT ja auch als langlebig erwiesen. Smart, Yum und Rug wurden auf der openSuSE schon überlebt.
Wirklich verwundert bin ich einfach über die Tatsache, daß der 11.1 zwar ein APT beiliegt, jedoch die drei Grundrepos klammheimlich nicht nutzbar sind damit. Gut, oss und non-oss könnte ich noch lokal mit aptate behandeln, bei den Updates macht das aber wenig Sinn, will ich nicht einen kompletten Mirror daheim aufsetzen.
 
Wirklich verwundert bin ich einfach über die Tatsache, daß der 11.1 zwar ein APT beiliegt, jedoch die drei Grundrepos klammheimlich nicht nutzbar sind damit.

Das ist natürlich etwas halbgar...

Ich kenne APT, es zerschießt mir auch bei automatischen Updates nicht mein System und es liefert für mich verständliche Rückmeldungen.

Same over here mit zypper...

Und bisher hatte sich APT ja auch als langlebig erwiesen. Smart, Yum und Rug wurden auf der openSuSE schon überlebt.

rug war wirklich ein absoluter Fehlschlag, bei smart finde ich das Konzept des Distriunabhängigen Managers ziemlich gut und habe es lange selber verwendet, aber es ist eben keine SuSE-Entwicklung, und das merkte man immer wieder. Ich will Dich nicht von APT wegscheuchen, aber angesichts dessen, was Du beschreibst... weiß ja nicht, was Dir an zypper abgesehen vom warmwerden fehlt, aber ich finde, es ist das Beste, was SuSE seit langem geschehen ist. Vielleicht fehlen Dir einfach die positiven Erfahrungen damit (und die Macht der Gewohnheit kenne ich natürlich auch...).
 
Darf ich da mal einsteigen...?

Ich komme ja mehr von der Debian-Welt (apt, aptitude und alles, was darauf aufbaut..), als ich noch Suse Linux nutze, war RPM noch mittel der Wahl... dunkel entsinne ich mich noch meiner kurzen Mandriva Zeit, da war urpmi und smart angesagt...

Verstehe ich das hier richtig: rug und smart (und sogar apt...was mich überrascht) hatte man bei OpenSuse mal, und aktuell ist jetzt zypper angesagt? Demzufolge brauche ich mir rug und smart gar nicht mehr anzusehen? "(rug" habe ich bisher noch nie gehört, ehrlich gesagt..)

Überrascht mich, wieviele Paketmanager man hier schon "verbraten" hat.. in der Debian Welt ist schon so lange apt und Konsorten angesagt.. ich wusste gar nicht, dass andere Distris so oft die Paketmanager wechseln.
 
smart war nie eine SuSE-Entwicklung, sondern wird von (ausgerechnet!) Canonical betreut. Dass sich smart unter SuSE so stark etablieren konnte, lag wohl v.a. an der 10.1-Version von SuSE, welche (wie auch noch die 10.2) mit dem völlig vergurkten rug daherkam, weshalb smart als distriunabhängiger Paketmanager ziemlich willkommen war.

Die Zeiten von APT unter SuSE habe ich nicht mehr mitbekommen, so wie ich das sehe, verwenden das wohl in erster Linie die Veteranen (no offense meant).

Da das rug / Zen Management Daemon-Gespann auch im Entwicklerteam von openSUSE auf wenig Gegenliebe stieß (war sogar ein ziemlich heftiger Streitpunkt, da Novell rug als mono-Anwendung unbedingt integriert sehen wollte), wurde (mit der 10.2, wenn ich mich richtig erinnere) zypper ins Leben gerufen, welches seit der 11.0 mit den schon erwähnten stark verbesserten Auflösungsalgorithmen dafür sorgt, dass SuSE endlich einen richtig fixen, flexiblen und zuverlässigen Paketmanager hat.

Ich gehe davon aus, dass das Paketmanagerverbraten fürs erste erledigt ist. :D
 
oliver1974 schrieb:
Überrascht mich, wieviele Paketmanager man hier schon "verbraten" hat.. in der Debian Welt ist schon so lange apt und Konsorten angesagt.. ich wusste gar nicht, dass andere Distris so oft die Paketmanager wechseln.
Paketmanager ist und bleibt rpm. Die oben genannten sind nur verschiedene Frontends dafür.


}-Tux-{
 
Aber doch nicht für apt, das zwischenzeitlich drin war.. das war/ist doch nicht direkt mit rpm verwandt, oder habe ich das falsch in Erinnerung?
 
Ich hatte auch zunächst immer noch auf smart geschwört, erst mit 11.0 habe ich stellenweise zypper eingesetzt, und auch erst mit 11.1 sind alle Bugs beseitigt, die mich wirklich genervt und ein Wechsel von smart->zypper verhindert hatten.
smart war nie eine SuSE-Entwicklung, sondern wird von (ausgerechnet!) Canonical betreut.
Mh, gut dass ich davon jetzt weg bin.
Ich gehe davon aus, dass das Paketmanagerverbraten fürs erste erledigt ist. :D
Ja, jetzt kommen die anderen Distris dran :)
Aber doch nicht für apt
Aber es ist eben auch nur ein Frontend (zu dpkg, auf der anderen Seite der Welt).
Überrascht mich, wieviele Paketmanager man hier schon "verbraten" hat.. in der Debian Welt ist schon so lange apt und Konsorten angesagt..
Da kannste wieder einmal sehen wie träge das Projekt ist :-D

Und Schlusssatz: ich geh mal davon aus, da zypper das einzige Frontend zu sein scheint, dass vendor changes beim Paketupgraden als "Barriere" sieht, dass die Benutzer von anderen Distris sich durch sinnloses Einbinden von Repositories was zerschossen haben :cool:
 
So, nach etwas Rumklicken auf gut Glück habe ich nun Folgendes gefunden: ftp://ftp5.gwdg.de/pub/opensuse/repositories/openSUSE%3A/11.1/standard/
Das scheint ein Repo mit funktionierendem Repodata zu sein. Das Updaterepo enthält auch Repodata. Ich teste das bei Gelegenheit mal, es schaut aber so aus, als ob APT noch eine Gnadenfrist bekommen hätte.
 
rolle schrieb:
Das Updaterepo enthält auch Repodata. Ich teste das bei Gelegenheit mal, es schaut aber so aus, als ob APT noch eine Gnadenfrist bekommen hätte.

Wenn du es getestet hast, kannst du dann mal deine sources.list posten. Da wüden sich bestimmt einige drüber freuen.

Danke
 
Klar kann ich das dann tun. Im Moment hängt es noch an non-oss. Da muß ich eventuell einfach das gute alte aptate anwerfen und mir ein lokales Repo bauen.
 
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