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Partition endet nicht an einer Zylindergrenze ...

Ich will mich nicht an den bereits gelösten Faden http://www.linux-club.de/viewtopic.php?f=4&t=108451&start=0 dranhängen.

Hintergrund meiner Frage ist:

Habe heute mein "Acer Travelmate 7520G"-Laptop (2 x 250 GB Festplatte) mit openSUSE 11.3 neu aufgesetzt.

Bisher openSUSE 10.3.

Erste Platte Betriebssystem /, /home, /swap usw.
Zweite Platte /Daten (blieb unverändert).

Zu Beginn der Installation vom "openSUSE 11.3"-Installationsprogramm habe ich die erste Platte komplett löschen und gemäß dem Vorschlag des "openSUSE 11.3"-Installationsprogrammes neu partitionieren lassen (ext4) und openSUSE 11.3 (gebrannte DVD von http://software.opensuse.org/113/de neu installiert.

Die MD5-Prüfsumme der gebrannten Installations-DVD stimmt!

sda1 -> swap
sda2 -> /
sda3 -> /home

Wie kann es bei einer "Neu-Installation" mit "Neu-Partitionierung" sein, dass ich nach einem fdisk -l die Meldung

"Partition endet nicht an einer Zylindergrenze" zwischen sda1 und sda2 erhalte? :-?
 
Wenn ich mich recht entsinne kann man während der Partitionierung angeben, dass entsprechend passend gerundet werden soll.
 
Feuervogel schrieb:
Wie kann es bei einer "Neu-Installation" mit "Neu-Partitionierung" sein, dass ich nach einem fdisk -l die Meldung "Partition endet nicht an einer Zylindergrenze" zwischen sda1 und sda2 erhalte?
Bei neueren Festplatten macht das Sinn, daher ist es jetzt bei openSUSE Standard (und wird daher auch bei älteren Platten so gemacht):
/etc/sysconfig/storage schrieb:
## Type: string(optimal,cylinder)
# Value for partition alignment
PARTITION_ALIGN="optimal"
 
An josef-wien:

Erschwert es aber nicht - z.B. im Falle eines Defektes einer Partition - die Pflege oder Wiederherstellung einer Partition bzw. Platte, wenn mitten im Zylinder ein Partitionswechsel erfolgt?

Mir ist auch nicht ersichtlich, warum bei immer größer werdenden Festplatten (heute nunmehr schon im TB-Bereich), so dezidiert ein Partitionswechsel innerhalb eines Zylinders ermöglicht werden muss?
 
Hallo,

Ich partitioniere meine Disks immer mit "fdisk" -- hier gibt es keine solchen (möglichen) Probleme oder Unsicherheiten.

"fdisk" braucht ein bisschen Einarbeit, aber wenn man mal die sector/cylinder/blocks Berechnung versteht, funktioniert dieses Tool bestens.

Gruss,
Roland
 
RME schrieb:
Hallo,

Ich partitioniere meine Disks immer mit "fdisk" -- hier gibt es keine solchen (möglichen) Probleme oder Unsicherheiten.

"fdisk" braucht ein bisschen Einarbeit, aber wenn man mal die sector/cylinder/blocks Berechnung versteht, funktioniert dieses Tool bestens.

Gruss,
Roland

Hallo Roland,

mit was partitioniert denn dann das "openSUSE 11.3"-Installationsprogramm, wenn es unter anderem manuelle Partionierungen anbietet? Ist das nicht nur ein grafisches Frontend von "fdisk"?

Es ändert aber nichts an der grundsätzlichen Problematik:

Ein Anwender, der auf einen Rechner ein Betriebssystem installiert und mit der Installation die Partitionierung festlegen will, muss doch erwarten können, dass automatisch sauber und sicher (und im Zweifelsfalle sogar mit der sichersten Methode) partitioniert wird.

Warum wird automatisch "optimal" partitioniert (vgl. Beitrag josef-wien), statt konservativ zu partitionieren, und das optimale (für den Anwender, der dies explizit will!) per Abfrage/Auswahl zusätzlich anzubieten?

Wegen so etwas eine Installation noch einmal durchzuführen, finde ich jedenfalls nur schwer zumutbar. Insbesondere deshalb, weil ohnehin nach halbwegs erfolgreicher Neuinstallation ohnehin noch genug Feinarbeiten "händisch" zu justieren sind.
 
Hallo,

Du kannst mit fdisk dafür sorgen dass die Partitionen an Zylindergrenzen enden bzw. beginnen -- sofern dies Dir als notwendig oder sicherer scheint. Dies heisst aber nicht dass die von der Installation vorgenommene Partitionierung (welche eben nicht unbedingt auf Zylindergrenzen fällt, falsch wäre. Wie schon geschrieben, ist dies offenbar bei neueren Disks kein Problem.

Jedenfalls kannst Du sicher sein, dass die Partitionen welche nicht an Zylindergrenzen enden bzw. beginnen nichtdestotrotz NICHT überlappen.

Es ist also eher eine Frage der Ästhetik :) (so hoffe ich).

Gruss,
Roland
 
RME schrieb:
... Es ist also eher eine Frage der Ästhetik :) (so hoffe ich). ...

Ich sehe es mal positiv und bin frohen Mutes ... :D

Jedenfalls freue ich mich erstmal auf die openSUSE 11.3, wobei ich ehrlicherweise zugeben muss. dass mir die KDE 4.4.n noch immer ein wenig suspekt ist (aber das ist ja wohl ein anderes Thema)!
 
Feuervogel schrieb:
Erschwert es aber nicht - z.B. im Falle eines Defektes einer Partition - die Pflege oder Wiederherstellung einer Partition bzw. Platte, wenn mitten im Zylinder ein Partitionswechsel erfolgt?
Ich sehe kein Problem, aber das mag daran liegen, daß ich Partitionen als austauschbare Behälter betrachte, wichtig ist nicht der Behälter, sondern der Inhalt, also die Dateien. Zylinder und ähnliche Größen sind seit langer Zeit nur mehr fiktive Werte als Konzession an die Vergangenheit, von denen sich Festplatten-Hersteller lösen wollen bzw. müssen.

Feuervogel schrieb:
Mir ist auch nicht ersichtlich, warum bei immer größer werdenden Festplatten (heute nunmehr schon im TB-Bereich), so dezidiert ein Partitionswechsel innerhalb eines Zylinders ermöglicht werden muss?
Das mußt Du mit den Festplatten-Herstellern verhandeln.

Feuervogel schrieb:
Ist das nicht nur ein grafisches Frontend von "fdisk"?
YaST dürfte parted verwenden.

Feuervogel schrieb:
Ein Anwender, der auf einen Rechner ein Betriebssystem installiert und mit der Installation die Partitionierung festlegen will, muss doch erwarten können, dass automatisch sauber und sicher (und im Zweifelsfalle sogar mit der sichersten Methode) partitioniert wird.

Warum wird automatisch "optimal" partitioniert (vgl. Beitrag josef-wien), statt konservativ zu partitionieren, und das optimale (für den Anwender, der dies explizit will!) per Abfrage/Auswahl zusätzlich anzubieten?
Der Anteil jener einen PC verwendenden Menschen, die mit einer solchen Entscheidung überfordert (und damit verunsichert) wären, liegt meiner Ansicht nach sehr nahe bei 100 %. Daher verstehe ich, daß openSUSE einen für alle Fälle passenden Weg wählt.

RME schrieb:
Wie schon geschrieben, ist dies offenbar bei neueren Disks kein Problem.
Das war nie ein Problem (und ist übrigens in der Windows-Welt der Normalfall).
 
Hallo Josef,

Es gibt viele Fragen bez. "Partition 1does not end on cylinder boundary" ... ich finde es schade (wenn dies der passende Ausdruck ist) dass die Problematik (offenbar) nirgens wirklich klar erklärt ist (denn offensichtlich sind viele User darob verunsichert).

Irgendwo habe ich sogar gelesen (hab die url nicht mehr im Kopf) dass eine exakte Transition auf der Zylinder grenze nicht optimal ist bezüglich Leistung.

Selber habe ich mir z.B. Überlegt wie ein copy/write mit 'dd' von dieser Frage abhängt... weiss es leider nicht.

Aber im folgenden Forum-Artikel sind ein paar interessante Details, falls es Dich noch plagt ;-)

(leider Englisch, aber die Zahlen sprechen für sich)

http://www.linuxquestions.org/questions/linux-newbie-8/partition-1-does-not-end-on-cylinder-boundary-282563/

Gruss,
Roland
 
A

Anonymous

Gast
Die ganze Einteilung in Zylinder Sektoren, Köpen, auf heutigen Platten, alles rein logisch und hat mit der richtigen Physik auf der Platte überhaupt nichts zu tun. Meistens wird dort angezeigt 255 Köpfe, Eine Platte mit 255 physikalischen Köpfen würde nach heutiger Bauart bestimmt 20cm dick sein und würde bestimmt 30Kg oder mehr wiegen. :???: Einzig allein die Firmware der Platte weiß genau wo die einzelnen Datenblöcke liegen und wie sie genau physikalisch angeordnet sind.

Das einzige Problem entsteht wirklich nur dann, wenn man versucht die Partitionstabelle wieder per Hand herzustellen.
Die einzelnen Tools mit denen Partitionen angelegt werden können, runden beim Konfigurieren die gemachten Eingaben unterschiedlich und/oder zeigen auch noch unterschiedliche Ausgaben. Mit einem Tool geschrieben mit einem anderem gelesen gibt oft schon kleine Differenzen in der Anzeige.

Auch mal hiervorbeischauen. Da gibts gleich ein paar Beispiele dazu und auch wie man es richtig machen könnte. ;)


robi
 
Hallo Robi,

Vielen Dank -- ich beginne es zu kapieren. Wäre sicher eine gute Idee wenn fdisk die (eigentlich unnötige) Mitteilung weglassen würde; diese bewirkt nut unbehagen bei denen (wie ich) die nicht ganz verstehen was sie soll.

Liebe Grüsse,
Roland
 
A

Anonymous

Gast
RME schrieb:
Wäre sicher eine gute Idee wenn fdisk die (eigentlich unnötige) Mitteilung weglassen würde; diese bewirkt nut unbehagen bei denen (wie ich) die nicht ganz verstehen was sie soll.

Dieses Unbehagen soll dich genau davor warnen hier rumzuspielen und so eventuell was "nicht ganz richtig" zu machen. Wenn so eine Meldung kommt, dann ist es in dem meisten Fällen so, das die orginal Partitionstabelle mit einem anderem Tool oder anderen Optionen geschrieben wurde. Der Mensch ist aber ein Gewohnheitstier und nimmt für eine bekannte Tätigkeit immer wieder das selbe Werkzeug. Zum Essen eben die Gabel und für die Suppe den Löffel. Wer mit fdisk die Partitionstabelle ließt wird, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch mit fdisk dort Änderungen vornehmen wollen. Der kennt dann auch oft nur diese eine Tool und hat keine Ahnung das cfdisk das schon ein kleines bischen anders sieht und sfdisk das ganze auch schon ein wenig anders anzeigen würde. Er hat keine Ahnung davon das man in Scripten nicht mit fdisk arbeitet und ......
Wer also mit fdisk diese Warnung sieht, hat entweder die falschen Optionen oder ein anderes Tool als das mit dem die orginale Partitionstabelle geschrieben wurde. Wenn er bei Änderungen ganz sicher gehen will, muss er also entweder die Optionen oder das Tool ändern/wechseln, bis beim Auslesen diese Warnung nicht mehr erscheint. Nun versuch das mal jemanden zu erklären. :???:

Wenn dort aber jetzt eine Warung kommt und er nicht genug Hintergrundwissen haben sollte, um zu verstehen wo die herkommt, dann soll er stutzig werden und möglichst die Finger davon lassen, Ansonsten wenn dann doch mal was schief geht, ist er eben selbst schuld, er hat dann die Warnung nicht erst genug genommen. ;) Alles nur die blanke Berechnung.

Wirkliche Fehler sind hier bei normalen Änderungen aber überaus extrem selten und können eigentlich gar nicht entstehen. Maximal entstehen kleine "Löcher" von ein paar Blöcken zwischen den geänderten Partitionen. Die sieht man dann meist mit den default Optionen auch gar nicht.

Anders jedoch beim Abschreiben und später wieder so eingeben auf der selben Platte zb nachdem man sich den MBR zerschossen hat.. Hier kann sich durchaus in Kleinigkeiten etwas ändern. ZB könnte es passieren, es fängt dann eine Partition 2 x 512 Byte Blöcke weiter vorne oder weiter hinten an, und damit wird dann schon das Filesystem auf dieser Parition nicht mehr erkannt. Wer das nicht weiß hat hier dann schon mal ein mittelgroßes Problem.


robi
 
----- Zitat -----
Alles nur die blanke Berechnung.
--- Ende Zitat ---

Die Natur:
Sie ist listig, aber zu gutem Ziele, und am besten ists, ihre List nicht zu merken.
Johann Wolfgang von Goethe

...und so auch die Linux Programmierer? :)

Roland
 
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