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Postfix-, Cyrus- und Systemuser verwalten

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Hi,


in einigen Sitzungen, verbunden mit vielem lesen und dem Versuch das alles zu verstehen, nimmt der Mailserver auf meinem _Rootserver_ langsam Form an.

Im Groben gesagt ist senden/empfangen von und über die drei verbundenen Domains möglich. Nur die tatsächliche Verwaltung könnte etwas komfortabler sein.
Ich habe nach einen GUI gesucht und "web-cyradmin" gefunden. Nur weiss ich zum einen nicht, ob es das richtige für mich ist und zum andere wie ich es (mit meinem geringen Wissen) unter Suse 9.1. zum laufen bringen kann.

Was ich möchte:

Bisher war es so, dass ich für ein neues Mailkonto einen Systemuser angelegt habe. Diesem habe ich dann über /etc/postfix/virtual seine Mailadressen zugeteilt. Seit dem Update auf Suse 9.1. arbeite jetzt Postfix mit Cyrus und Squirrelmail bei mir.
Die bestehenden Systemuser gibt es noch immer, aber jetzt muss ich die ganzen Konten ja irgendwie nach Cyrus bringen.

Da ich nicht nur den Usernamen, sondern auch das Passwort vergeben muss, stellt sich mir die Frage, wie die User letztendlich ihr eigenes Passwort für ihren Mailaccount vergeben könnten.

Ich habe noch keine genau Vorstellung wie der Ablauf beim anlegen neuer Konten jetzt ist. Ich stelle mir das so vor, bitte korrigiert mich:
1. Systemuser anlegen, Passwort vergeben, home Verzeichnis festlegen, Zugriff auf die Shell unterbinden
2. User (Konto) im Cyrus anlegen
3. SASL Passwort in sasl2db für den User setzen
4. in /etc/postfix/virtual die Mailadressen für das Konto festlegen.

Liebe Mailfreunde, das muss doch auch einfacher gehen?! Schon bei 20 Usern ist das doch ein relativ hoher Verwaltungsaufwand. Welche Alternativen gibt es denn? Oder ist meine Vorgehensweise ganz fürn Arsch?
Was die Benutzer dürfen/haben sollen:
- POP3/IMAP Konto
- mehrere Mailadressen
- Zugriff auf ihr home-Verzeichnis über http (www.dom.com/~userXYZ)
- FTP Zugriff (auf home Verzeichnis)

In der alten Konstellation (Suse 8.1. mit Provider Konfig) konnte ich mir die Mails aller User (/var/spool/mail/user) ansehen. Über Webmin war das recht komfortabel, wenn es mal nötig war.
Cyrus speichert, so habe ich es zumindest gelesen, die Mails in einer Datenbank ab. Welche Möglichkeiten habe ich hier, mir die Mails in den Konten anzusehen?

Was steht mir zur Verfügung:

-die Shell
-feste IP Adresse, drei Verbundene Domains auf der Kiste
-Postfix, Cyrus, squirrelmail
-Webmin
-Usermin vorerst nur für mich, weiss nicht ob ich das für jeden x-beliebigen User freigeben soll
-gefährliches Halbwissen und meine Augen zum lesen
-bescheidene englisch Kentnisse (hatte russ in der Schule).

Bin gespannt auf eure Intentionen. Bisher habe ich in diesem Forum nur gute Erfahrungen gemacht und würde mir wünschen das dies so bleibt.
An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an "dermichel" & oc2opus" für die geleistete Hilfe.


Viele Grüße, olli
 
1. Systemuser anlegen, Passwort vergeben, home Verzeichnis festlegen, Zugriff auf die Shell unterbinden
das ist nicht erforderlich für deinen eMail-Server. es reicht wenn die Benutzer in der sasldb2 stehen. Die wird mit saslpasswd2 gefüllt. Natürlich musst du pro user eine Mailbox einrichten das erfolgt mit cyradm.

für webmin gibt es eine (eunfache) imap-Server Verwaltung:
http://www.nwe.de/develop/ (IMAP-Admin)

weiterhin gibt es für cyradm diverse Front-Ends schau bei freshmeat.net nach ...

Aber wenn du auch noch Systemuser und HOME-Verzeichnisse brauchst auf deinem Server, kommst du um LDAP nicht herum, ansonsten musst du System-User, FTP-User, Mail-User etc redundant verwalten (viel Spaß dabei ;)
 
Mojn,

gemacht habe ich es noch nicht, aber ich meine mich zu erinnern, daß der cyrus-sasl saslauthd auf die /etc/shadow anstelle der sasl2db zugreifen kann, um Benutzer zu authorisieren.

# saslauthd -a shadow


Dann könnte Olli doch System-Benutzer mit Login-Shell /bin/false anlegen, die ein Home-Verzeichnis haben und darauf mit FTP zugreifen können. Des Weiteren müßte Cyrus die doch auch mittels SASL dann gegen die /etc/shadow verifizieren können. Mit cyradm müssen die natürlich dem Cyrus bekannt gemacht werden und der MTA hängt auch noch dazwischen (Postfix kann doch auch SASL, oder?).

Wie ein System-Benutzer ohne Shellzugriff dann aber sein Paßwort ändern darf, weiß ich nicht. Wenn die User aber sowieso Zugriff auf ihr Heimatverzeichnis haben, könnten sie doch auch gleich einen Shellzugriff erhalten (vielleicht nur mittels SSH) und so ihr Paßwort in Eigenverantwortung pflegen, oder?

Nur so eine Idee.

Die "mehrere Mailadressen" sind ja eine von den tatsächlichen (Mail-)Benutzern andere Baustelle und meines Erachtens mit Postfix/Cyrus möglich.
 
zuvor kleiner spass an tux486: nicht nur ich bin angezeigt ip-address, auch ca. 100 andere leute zur gleiche zeit arbeiten auf dies address ;-)
installation von cyrus-imapd-rpms:
  • cyrus-sasl-2.1.19-7.2
    cyrus-sasl-saslauthd-2.1.19-5
    cyrus-imapd-2.2.8-6
dann in imapd.conf eintrag soll sein:
Code:
sasl_pwcheck_method: saslauthd
so funktioniert login aus squirrel zuerst. es gibt noch problem mit mailboxen des nutzers - so soll mann als nutzer ausfuhren
Code:
cyradm localhost
dort mit kommando
Code:
cm INBOX
eine mailbox name INBOX anlegen.
alles ist leicht per script machbar. naturlich dann unter root kann man anlegen mailbox auch für alle user.

vorteil von diese geschichte ist:


  • - user kann ftp machen (uber pam-module in /etc/pam.d sperrfileangabe mit /etc/ftpuser moglich, leicht invertierbar bedeutung)
    - user kann ssh machen (auch restriktion per file wenn mann will)
    - ein passwd für alle services-dienste
 
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