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Reoback Backups automatisch einspielen...?

Hi,
auf unserem Server werden Täglich automatisch Backups der wichtigsten Verzeichnisse mit dem Tool Reoback gemacht!

Allerdings ist es sehr umständlich diese Backups bei bedarf wieder einzuspielen, da jeden tag nur die neuen daten gesichert werden, so muss ich z.B. nach einem Jahr 365 Archive für ein Verzeichniss entpacken!!!

Kennt vielleicht jemand ein Script, dass das automatisch durchführt, also alle archive einließt und dann an die richtige stellen entpackt?

Gruß
Simon
 
A

Anonymous

Gast
Was soll denn dieses Backup bewirken, soll das jederzeit den Filesystemstand an einem ganz bestimmten Tag darstellen können, oder was wird damit bezweckt???? Oder handelt es sich um reine Datenbanktransaktionsfiles oder ähnliches, also echte Redologs???

Ich will dir ja nicht reinreden oder irgendwie unhöflich sein, aber
wenn das normale Systemverzeichnisse sind, dann, bevor ich mir Gedanken über so ein Script machen würde, würde ich mir mal ein vernünftiges Backupkonzept einfallen lassen.

je nach Backup Kapazität, Art der Daten und Sicherheitsanspruch nach dem individuell Bedarf abstimmen. Sowas könnte vielleicht so hier aussehen:
Monatlich Hauptsicherung
Wöchentlich Differenzsicherung zur Hauptsicherung
Täglich Differenzsicherung zur Wochensicherung.


robi
 
fantasiefisch schrieb:
Allerdings ist es sehr umständlich diese Backups bei bedarf wieder einzuspielen, da jeden tag nur die neuen daten gesichert werden, so muss ich z.B. nach einem Jahr 365 Archive für ein Verzeichniss entpacken!!!
Du solltest Reoback so konfigurieren dass in regelmäßigen Abständen komplette (statt inkrementelle) Backups erstellt werden.
man reoback
 
Es handelt sich um Backups einiger SQL Datenbanken, Homepage Verzeichnissen verschiedener Kunden, Server Daten etc.

Kein solches Script irgendjemandem bekannt?!

Gruß
Simon
 
A

Anonymous

Gast
Ich glaube nicht, dass irgend jemand ein funktionierendes Script vorrätig hat, da solche langen Serien incrementeller Sicherungen eher ungebräuchlich sind (werde dir auch gleich erklären warum nicht).

1. Eine solche Serie von Sicherungen musst du immer alle recovern und zwar genau in der richtigen Reinfolge. Das das nicht besonders praktisch ist, hast du ja schon gemerkt.

2. sollte nur eine einzige dieser "Teil"-Sicherungen defekt oder verschwunden sein, dann ist das Gesamterergebnis prinzipiell in Frage zu stellen.

3. Da immer nur neue Dateien gesichert werden und nie geprüft wird oder werden kann, welche Dateien gelöscht wurden, sind im Ergebniss eines solchen Serienrecovers alle jemals gelöschten Dateinamen wieder als ganze Datei im Verzeichniss. Das kann einerseits dazu führen, dass der Kunde sein eigenes Verzeichniss gar nicht mehr wiedererkennt, aber anderer Seits auch, dass es eventuell sogar unmöglich ist, die komplette Sicherungsserie zurückzuspielen, da die Kapazität des Filesystems gar nicht ausreicht alle Einzelsicherungen der Reihe nach einzuspielen, aber auch nicht klar ist welche Dateien nun eigentlich gelöscht werden können um Platz zu schaffen.

4. Bei incrementellen Sicherungen besteht ein gewisses Risiko der Unschärfe. Der Kunde könnte ja theroetisch mit seinen Dateien machen was er will, aber nicht alle Änderungsserien die der Kunde an seinem Direktories vornehmen könnte, würden von einer täglich laufenden Sicherung als solche auch richtig erkannt werden. Das ist ein etwas komplexes Thema, hat mit Zeitstempeln mit Hard und Softlinks mit Inode und mit Dateitypen Zugriffs- und Besitzerrechten und Dateinamensänderungen zu tun. Einzelne dieser Fehler die beim Zurückspielen von einer Folge von 1 oder 2 incrementellen Sicherungen entstehen, kann man meist leicht verschmerzen, aber bei Seriensicherungen über mehr als 10 Sicherungen kann man getrost davon ausgehen, dass sich solche kleinen Fehler nicht nur addieren sondern unter Umständen sogar multiplizieren. Wo genau Schwächen bei jedem Backupprogramm oder Konzept liegen, dürfte recht unterschiedlich sein.

5. Die zu sichernde Datenmengen und damit die erforderliche Kapazität sowie die Sicherungs- und Recoverlaufzeiten sind bei solchen Seriensicherungen eine unberechenbare Größe, was besonders in großen und kritischen Systemen Bedeutung erlangen dürfte.


robi
 
OK, hast mich überzeugt!

Hast du dann vielleicht ein besseres Programm parat?

Das Problem mit der Datengröße habe ich schon... unser backup server nimmt nur dateien bis 2GB an, so muss ich viele einzelne kleine Sicherungen anlegen...

Gruß
Simon
 
A

Anonymous

Gast
fantasiefisch schrieb:
Hast du dann vielleicht ein besseres Programm parat?

In Backupsoftware ist so eine Philosophiefrage, für den einen oder anderen kleinen Server reichen vielleicht noch Bordmittel vollkommen aus, und mit ein wenig Script rund rum kann man recht komfortable Sicherungen machen, wenn es sich um einen größeren geschäftlich genutzten Rechnerverbund oder um eine kleine Serverfarm handelt dann wird man schon auf was größeres umsteigen müssen. Es gibt für LINUX Backupsoftware noch und nöcher, für alle möglichen Konzepte und Sicherungsmedien, mit und ohne zentralen Sicherungsserver und mit und ohne Support, kostenlos bis schweineteuer. Ein jeder kann dir was anderes empfehlen. Hier im Forum ist des öfteren Arkeia und DAK gefallen. ich kann dazu keine Wertung abgeben, meine Erfahrungen stammen aus einer riesigen Multivendor-Multiplattform-Rechenzentrum-Umgebung, da wird mit etwas anderen Geschützen geschossen.

Ich würde mich einfach mal etwas näher mit der ganzen Materie und Problematik vertraut machen, das Internet ist da eine recht gute Quelle. Vielleicht reicht ja eure Software auch schon aus, ist evtl. nur ungünstig konfiguriert. ?????

robi
 
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