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openSUSE 16.1: Warum kein neuer Kernel?

Ich traue mich einmal das zu fragen: Warum ist der Kernel in der openSUSE 16.1 immer noch auf Basis der Version 6.12?
Hintergrund der Frage ist ein Artikel, den Thorsten Leemhuis schon 2021 in der c't veröffentlicht hat. Hier weist er darauf hin, dass nicht immer alle Sicherheitspatches in älteren Kernelversionen landen, die in neueren Versionen vorhanden sind, einfach weil die Entwickler mitunter nicht alle Änderungen dokumentieren.
Daher wäre es doch durchaus sinnvoll, eine neuere Version die in Tumbleweed schon erprobt ist in die neue Version zu übernehmen, damit sie vielleicht auch später den Weg in SUSE Enterprise Linux findet.
Oder bin ich da zu blauäugig?

Viele Grüße aus Köln
Harald
 

susejunky

Moderator
Teammitglied
Warum ist der Kernel in der openSUSE 16.1 immer noch auf Basis der Version 6.12?
Im kommerziellen Bereich (z.B. Rechenzentrumsbetreiber) liegt der Hauptaugenmerk auf stabilen, möglichst über einen langen Zeitraum unveränderten Kerneln (Fehler- und CVE-Behebungen ausgenommen), da die Installation neuer Kernel immer mit einem Ausfallrisiko verbunden ist. Oft müssen Kernel in kommerziell eingesetzten Betriebssystemen sogar einen aufwändigen Zertifizierungsprozess durchlaufen, damit sie für bestimmte Anwendungen (z.B. SAP Hana) eingesetzt werden dürfen. Daher ist man bestrebt, an diesen Kerneln nur die notwendigsten Änderungen (z.B. Fehler- und CVE-Behebungen) vorzunehmen.

Und da openSUSE Leap den SUSE Linux Enterprise Kernel nutzt ...

Hintergrund der Frage ist ein Artikel, den Thorsten Leemhuis schon 2021 in der c't veröffentlicht hat. Hier weist er darauf hin, dass nicht immer alle Sicherheitspatches in älteren Kernelversionen landen, die in neueren Versionen vorhanden sind, einfach weil die Entwickler mitunter nicht alle Änderungen dokumentieren.
Bezieht sich die Aussage des Herrn Leemhuis auf kommerziell eingesetzte Kernel-Versionen?

Meines Wissens erhalten die (open)SUSE-Kernel, die sich noch im Wartungsfenster befinden, alle erforderlichen Fehler- und CVE-Behebungen. Allerdings keine funktionalen Erweiterungen, wobei diese für den openSUSE Leap Kernel doch manchmal zurückportiert werden.
 
Meines Wissens erhalten die (open)SUSE-Kernel, die sich noch im Wartungsfenster befinden, alle erforderlichen Fehler- und CVE-Behebungen. Allerdings keine funktionalen Erweiterungen, wobei diese für den openSUSE Leap Kernel doch manchmal zurückportiert werden.
Der Kernel 6.12 aus Leap 16.0 hat Funktionen eines Kernel 6.15 und kleiner mit eingebaut.
Der Kernel 6.12 aus Leap 16.1 hat Funktionen eines Kernel 6.17 und kleiner mit eingebaut.

Ich muß daher oftmals Treiber, die ich baue, patchen.....
 

susejunky

Moderator
Teammitglied
Der Kernel 6.12 aus Leap 16.0 hat Funktionen eines Kernel 6.15 und kleiner mit eingebaut.
Der Kernel 6.12 aus Leap 16.1 hat Funktionen eines Kernel 6.17 und kleiner mit eingebaut.

Werden die SUSE Linux Enterprise Kernel auch funktional "aufgepäppelt" oder sind die auf den funktionalen Versionsumfang von 6.12 festgelegt?
 
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