spoensche schrieb:
Wenn du allerdings im Betrieb den Stick einsteckst, meldet der HAL (Hardware Abstraction Layer) das dem Udev. (Neue Hardware , Udev leg mal die Gerätedateien an)
Und woher weiß HAL das eine neues Gerät angestöpselt wurde?
Ich nehme mal an unter Debian läuft es ähnlich wie bei openSUSE. Die neue Hardware wird von udev erkannt, falls nötig das Modul geladen und eine entsprechende Device-Datei angelegt. Anschließend gibt er die Meldung per DBus raus, hurra ein neues Gerät ist da!
Genau an dieser Stelle ist der Initialisierungsvorgang praktisch zu Ende. Jetzt kommt es darauf an, das sich irgend jemand für das Gerät zuständig fühlt und weitere Aktionen in die Hand nimmt. Auf einem normalen Desktoprechner ist das die grafische Oberfläche, sie kann per DBus bei HAL nachfragen welche Aktionen so denn möglich sind und diese von HAL ausführen lassen (z.B. mounte USB-Stick). Wobei HAL demnächst von udev abgelöst werden soll.
Bei KDE4 wird die Kommunikation zu HAL von solid-hardware übernommen, das man auch manuell nutzen kann. Kleines Beispiel, für einen USB-Stick (
udi ist ein eindeutiger Gerätename, die Rückmeldung von solid-Hardware wird kursiv dargestellt):
# Suchen wir den Stick
solid-hardware query 'StorageDrive.hotpluggable==true'
udi = '/org/freedesktop/Hal/devices/storage_serial_0930_USB_Flash_Memory_xxxx_0'
# Welche Partitionen gehören zu der udi
solid-hardware query 'IS StorageVolume' '/org/freedesktop/Hal/devices/storage_serial_0930_USB_Flash_Memory_xxxx_0'
udi = '/org/freedesktop/Hal/devices/volume_uuid_4_XXXX'
# Und nun den Stick mounten
solid-hardware mount /org/freedesktop/Hal/devices/volume_uuid_4_XXXX'
Nach den kleinen Ausflug zum Thema mounten von Hotpluggeräten, stell ich mal eine blöde Frage. Warum mountest du den Backup-Stick nicht manuell per fstab-Eintrag mit deinem Backup/Cron-Script? Dann bist du vom Desktop komplett unabhängig.