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DHCP oder feste IP-Adresse?

Mal interessehalber:
bei der Yast2-Konfiguration kann man die Netzwerkkarte mit der automatischen Adressvergabe DHCP betreiben oder mit einer festen IP-Adresse z.B. 192.168.2.22.
Was ist der Unterschied? Beides funktioniert. Was ist besser?
 
Offenbar hast Du einen DHCP-Server (ggf in einem Router). Sonst würde das ja nicht funktionieren.

DHCP ermöglicht eine zentrale Verwaltung und Vergabe von TCP/IP Adressen und damit zusammenhängenden Konfigurationsparametern wie Standardgateway, DNS-Server und so weiter.

Ob man DHCP verwendet oder nicht ist Geschmackssache bzw hängt von den jeweiligen Anforderungen ab. Ich habe hier z.B. einen DHCP-Server für meinen Laptop - damit ich den zuhause und im Büro ans Netz hängen kann ohne TCP/IP manuell umzukonfigurieren.
 
nein, ist wirklich nur einfaches modem am PC dran. Kein router. Kann sowohl mit dhcp oder mit fester ip - Adresse ins www. Kann nur berichten, dass die Konfiguration erst nach mehreren Versuchen ok war, die Netzwerkkarte konnte nur schwierig als eth0 aktiviert werden, nun ist sie als Realtek RT8139 eth-id.0e:2ef:aa:20DHCP unter Yast2 konfiguriert.
Ist es nun besser, mit fester IP Adresse zu arbeiten?
 
Hat man nur einen PC im Netzwerk ==> nicht weiter lesen !
Das Folgende bezieht sich auf die Tatsache, dass sich mehrere Rechner (mindestens 2) im Netzwerk befinden.


Feste IP:
=======
Um diese zu unterscheiden, gibt man jedem Rechner eine unterschiedliche IP-Adresse (z.B. im privaten Adressbereich 192.168.x.x), eine Subnetzmaske und ggf. eine Routeradresse.

Das sieht dann in etwa so aus (vereinfacht):
Rechner 1
IP-Adresse : 192.168.0.1
Subnetmask: 255.255.255.0

Rechner 2
IP-Adresse : 192.168.0.2
Subnetmask: 255.255.255.0

usw...

Eine Router- oder Gateway-Adresse ist z.B. die IP von dem DSL-Router oder einem anderen PC, der ins Internet geht.




DHCP:
=====
DynamicHostControlProtocol ist wie der Name fast sagt, eine dynamische Hostkontrolle. Ein Rechner im Netzwerk (DHCP-Server) nimmt DHCP Anfragen entgegen, wertet sie aus und vergibt IP-Adressen. Diese IP-Adressen müssen ihm vorher(!) eingegeben werden (z.B.: 192.168.0.1 bis 192.168.0.10). Zusätzlich kann der DHCP-Server weitere Informationen übermitteln, wie Router/Gateway, Nameserver, WinS-Server, usw.

Ein Client Rechner hat beim Starten die IP 0.0.0.0 und die Subnetmask 255.255.255.255
Damit stellt er eine DHCP Anfrage ins Netzwerk. Der DHCP-Server antwortet und nach einer kurzen Kommunikation sendet er dem Client Rechner eine zugewiesne IP-Adresse, Subnetmask, usw.

Das sieht dann in etwa so aus (vereinfacht):
Client PC
IP-Adresse : 0.0.0.0
Subnetmask: 255.255.255.255
"Hallo, gibt es einen DHCP Server hier ?"

DHCP-Server
IP-Adresse : 192.168.0.100
Subnetmask: 255.255.255.0
"Ja, und du bekommst die 192.168.0.1, Subnetmask 255.255.255.0"

Diese Zuweisung wird im DHCP-Server für eine bestimmte Zeit gespeichtert und der Client bekommt immer wieder diese IP zugewiesen. Ist die Zeit abgelaufen, kann die IP neu vergeben werden. Praktisch ist das für Mitarbeiter von Firmen. Der Laptop ist ein DHCP-Client. In der Firma steckt der Mitarbeiter den Laptop ins Netzwerk und bekommt eine Firmen-IP mit Router zugewiesen. Zuhause steckt der Mitarbeiter seinen Laptop an den DSL-Router und bekommt von ihm eine private IP zugewiesen, mit er dann surfen kann.

MfG EdwinMosesPray
 
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