wilux schrieb:
Ja.
... über Umwege ...
Hier gibt es keine Umwege.
Die Kryptoengine deines Browsers (und niemand anderes!) generiert nach Auforderung durch den Server beim Trustcenter einen geheimen Schlüssel und speichert ihn in dem ihm zugeordneten Krypto-Speicher. Das kann der des Betriebssystems (Kleopatra) oder auch der des Firefox usw. sein. Dann wird aus dem geheimen Schlüssel der öffentliche errechnet. Dieser und nur dieser (!) wird zusammen mit den Zertifikatsdaten (Name, Mailadresse und evtl. noch einige mehr) an den Server übertragen. Das nennt sich "Zertifikatsrequest". Aus diesem Zertifikatsrequest generiert der Server des TC das Zertifikat, signiert dieses und schickt es an den Client zurück, wo es im Krypto-Speicher gespeichert wird.
Von all dem merkt der Nutzer recht wenig. Und "Umwege" vermeiden kannst du bei dem Verfahren nicht, um die Sicherheit nicht zu gefährden. Nur somit wird garantiert, dass der private Schlüssel nicht den Client verlässt.
Jetzt sind im Krypto-Speicher das Zertifikat und der private Schlüssel getrennt gespeichert. Unabhängig, ob das Anwendungsprogramm auf den Krypto-Speicher direkt zugreifen kann oder wie die Mozillaprodukte eigene Krypto-Speicher benutzen, solltest du sofort eine Sicherung der Schlüssel vornehmen und diese extern speichern.
- Export Zertifikat
mit privatem Schlüssel ==> ergibt "Schlüsseldatei" (.pfx oder .p12, auch .pem ist möglich. => Passwort zum Schutz!
- Export Zertifikat
ohne privatem Schlüssel ==> ergibt "Zertifikat" (.cer, .der, oder auch pem sind üblich) => kein Passwort
Das Zertifikat kannst du frei verteilen, in der Regel sind diese auch beim Trustcenter durch jedermann abrufbar.
Die Schlüsseldatei importierst du im Anwendungsprogramm unter "Eigene" oder "Ihre" Zertifikate. Jedes Programm erkennt, dass es sich auch um den privaten Schlüssel handelt. Die der anderen eben unter "Personen" oder "Andere" usw.
Wichtig ist, dass du auch die Herausgeberzertifikate des Trustcenters vorher importiert hast, sonst geht nix. Und zwar die richtigen Zertifikate, deren private-Key dein Zertifikat signiert hat.
Aber all das steht auch in meinem Beitrag im Thunderbird-Forum ... .
MfG Peter