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[gelöst] Der angegebene Netzwerkname ist nicht mehr verfügba

Servus,

mein Samba-Server in unserem Heimnetzwerk bringt mich noch zur Verzweiflung. Folgende Situation:

4 PCs an einem Netgear Router. Verbindungen sind technisch alle einwandfrei (soweit ich das feststellen kann ;) ).

3x Windows XP SP2 Systeme
1x Debian Sarge, darauf Samba 3.0.20b

Die smb.conf schaut folgendermaßen aus:

Code:
#======================= Global Settings =======================

[global]
        netbios name = server
        server string = Samba-Freigaben
        workgroup = eschenweg

        guest account = nobody
        invalid users = root

        domain master = yes
        local master = yes
        wins support = true
        os level = 65

        bind interfaces only = yes
        interfaces = eth0 192.168.0.10 lo 127.0.0.1

        security = share
        encrypt passwords = yes

#======================= Shares =======================
[Musik]
        comment = Musik fuer alle
        browseable = yes
        writeable = yes
        guest ok = yes
        create mask = 664
        directory mask = 775
        path = /srv/Musik

[ISO]
        comment = ISO-Dateien

...etc.

Soweit so schlecht: Wenn ich von Windows aus größere Kopiervorgänge starte, bricht dieser nicht immer, aber leider oft, mit der Fehlermeldung "Datei xy kann nicht kopiert werden. Der angegebene Netzwerkname ist nicht mehr verfügbar." ab.

Wenn man mit smbstatus nachschaut, sieht man, daß besagte Datei noch von Samba gelocked ist, man muss dann den Prozess abschießen und Samba neu starten, um die Datei wieder freizubekommen.

Das ganze ist einigermaßen reproduzierbar: Bei einem ca. 340 MB großen Ordner auf meiner Windows-Platte bricht er nach ~110 MB immer wieder bei der gleichen Datei ab. Löscht man vor dem Kopieren diese bricht er halt später bei einer anderen Datei ab. Immer wieder. Die beiden Dateien sind 70kB groß.

Bei einem anderen Ordner (Quake 4, um genau zu sein :D ) kopiert er anstandslos 2,5 GB (!) und bricht dann immer wieder bei der gleichen Datei ab. Diese Datei ist nun fast 100 MB groß.

Das passt irgendwie alles überhaupt nicht zusammen! :shock:

Die Log Dateien (sowohl Linux- als auch Windowsseitig) schweigen sich darüber aus. Ich bin echt verzweifelt. :(

Musik streamen ist interessanterweise kein Problem: Ich kann über oben gezeigte Musik-Freigabe stundenlang Musik in einem Player laufen lassen, kein Problem. Nur bei größeren Kopiervorgängen (selten auch kleinere) hängt sich der Mist auf. Ich häng' mich noch dazu, wenn ich keine Lösung finde... ;)

Bitte helft mir. Wenn zusätzliche Infos nötig sind, einfach sagen.

/edit: War ja klar, daß ich etwas vergesse: Von der Samba-Freigabe auf einen Windows-Rechner etwas zu kopieren macht übrigens keine Mucken. Alles tadellos in dieser Richtung.
 
Offen gesagt, habe ich auch so langsam die Netzwerkkarte im Server im Verdacht. Ist halt so ein noname-Teil, das bisher nur sporadisch in Windows-Rechnern zum Einsatz kam. Anders (.cfg-mäßig) kann ich's mir echt nicht erklären.

Da das Problem von allen drei Windows-Rechnern aus auftritt, gehe ich einfach mal davon aus, daß entweder der Switch (unwahrscheinlich, da Dateiaustausch zwischen den Windows-Rechnern fehlerfrei) oder eben die Netzwerkkarte im Server hakt. Verbindungskabel fallen weg, da ich die bereits mehrfach getauscht habe.

Wie kann ich das nun weiter einkreisen? Andere Netzwerkkarte einbauen? Die müsste ich erst kaufen, was kein Thema ist, da ich so oder so eine neue holen wollte. Die sollte dann aber Gigabit und v.a. WOL (mit herausgeführten Pins) beherrschen. Vorschläge?

Könnte man das ganze auch mit anderen Treibern versuchen? Wie bekomme ich den genauen Typ der Karte im Server heraus? Wird das irgendwo im syslog hinterlegt?

ToDo:
- Wie finde ich die genaue Bezeichnung der Karte heraus (ohne Ausbau)?
- Wie installiere ich (falls vorhanden) neue Treiber dafür
- Welche Markenfabrikate gibt es, die a) Gigabit und b) WOL unterstützen?
 
Wohaaa! Es geht alles!

Was habe ich gemacht? Mit lspci habe ich mir die installierte Netzwerkkarte anzeigen lassen. Demnach hätte ich eine Linksys-Karte. Komisch, dachte ich mir, daß hätte ich aber doch gewußt! Also kurzerhand die Kiste aus dem Keller geholt und aufgeschraubt. Es IST eine noname-Karte, mit einem "ADMtek AN983B"-Chip. Kenne ich nicht.

Also einfach eine andere Netzwerkkarte einbauen, wenn man die Kiste schonmal vor sich hat. Mit einer *würg* Realtek funktionierte plötzlich alles! Sie wurde laut lspci korrekt erkannt und arbeitet sogar schneller als die alte Karte (subjektiv).

Daran hing es wohl: Die Karte davor wurde nicht korrekt erkannt. Hätte ich damals gleich die richtigen Treiber installiert.... :roll:

@Frankie777
Vielen Dank für die Bestätigung, daß es wohl am Netzwerk selbst liegen muss. ^^ Manchmal braucht man nur einen kleinen Stoß, um endlich auch mal die Kiste aufzuschrauben.
 
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