nogaro schrieb:
OpenSuse nutzt für Root ja das BTTFRS aber für Home XFS was sicher ein Grund hat.
Sicherlich hat es einen Grund warum OpenSuse aktuell Btrfs und XFS einsetzt, andere dagegen auf ext4 setzen.
Bedenke einfach seit einigen Jahren ist OpenSuse nur noch ein Anhängsel/Nebenprodukt/Spielwiese von SLES also der Enterprise Server Distribution von Novel.
Damit wird dort zu einem großem Teil auch experimentiert, ausprobiert, getestet was in SLES rein soll, oder was dort drin ist. Wer bezahlt der bestimmt auch wo es hin geht.
So einfach ist das, und eigentlich ein Goßteil der Begründung,
Ext4 ist in SLES früher niemals das große Thema gewesen, würde zwar unterstützt hat man aber im Großen und Ganzen verschlafen. Default für root war bis SLES 11.x immer nur ext3 obwohl ext4 da schon viele Jahre erfolgreich unter OpenSuse das default Dateisystem war. XFS war schon immer unter den Server Distributionen eines der großen Favoriten, ganz einfach, weil es genau dort im Serverbereich schon immer eines der Besten Dateisysteme war und bis heute ist.
Btrfs, daran wurde viele Jahre rumgebaut, und ist wohl als EierlegendeVollmilchSau bis heute nicht wirklich fertig, dabei hat es viele Probleme gegeben die den Administratoren von Linux auch nicht verborgen geblieben sind und die nicht so einfach davon zu überzeugen gewesen sind, dieses in produktiven Systemen auszuprobieren, wo sie doch jahrelang mit XFS und eventuelle anderen Dateisystemen hervorragende Erfahrungen gemacht hatten.
btrfs gab es optional bei SLES 11.x auch schon, hat aber kaum einer produktiv genutzt, obwohl es bei jeder SLES-Schulung angepriesen wurde ist wie Freibier.
Wollte man also SLES 12.x mit btrfs als default für root heraus kommen lasse, musste irgend jemand das vorher wenigstens in der Masse soweit ausprobieren haben, dass zumindestens die gröbsten Probleme raus sind, und man beim Enterprise Service von Novell ein Gefühl dafür hatte, auf was man sich da einläßt. Prima man hatte ja OpenSuse (ab 13.2) und damit genügend Versuchskaninchen.
Du kannst hier im Forum und überall im Netz genügende Meinungen dazu nachlesen, alte https://linux-club.de/forum/viewtopic.php?f=93&t=119903&p=762426&hilit=btrfs#p762426 und neue auch. So gravierend haben sich die Meinungen bis heute da nicht geändert, will bedeuten, bis heute arbeiten viele (vielleicht die meisten) alte Hasen auch mit OpenSuse immer noch mit ext4 als root.
Du kannst auch jede Menge Benchmarks zwischen den Dateisystemen vergleichen, es wird dich nicht viel weiterhelfen und nur noch mehr verwirren. Es gibt auch nicht das EINE Dateisystem, sondern jedes Dateisystem kann beim Erstellen und/oder während der Laufzeit mit Optionen in den Eigenschaften sehr flexibel verändert werden, so das es an bestimmte Aufgaben durchaus auch optimal angepasst werden kann. Damit verschwimmen oftmals auch die Unterschiede die in Benchmarks ermittelt werden und die Benchmark Bedingungen unter denen das eine oder andere eine zehntausenstel Sekunde schneller war bei Löschen von 5 Millionen Dateien, so was ist auf deinem Rechner sicherlich nicht der täglich permanente Standard, ALS das sich es lohnen würde, genau dieses eine Dateisystem zu verwenden.
Lange Rede, kurzer Sinn: solange du nicht genau weißt warum du für diese eine Aufgabe jetzt genau dieses Dateisystem benötigst und kein anderes, also solange du dich fragst, "welches ist jetzt hier besser geeignet" bist du mit ext4 immer auf dem optimalem Weg.
robi