Hallo B.Hannes,
gleich vornweg, ich habe kein Recht, dir vorzuschreiben ob du deine Mails mit dem "guten alten" POP3 oder mit dem modernen IMAP verwaltest. Auch wenn ich persönlich ein Verfechter von IMAP bin, so gibt es auch (nach einigem Nachdenken meinerseits) kleine Vorteile von POP3.
Ich will dich also nicht "bekehren", kann aber auch nicht alles von dir geschriebene unkommentiert stehenlassen.
Also kein Glaubenskrieg!
B.Hannes schrieb:
Ich habe mich bewußt für POP3 entschieden, da es für mich einige Vorteile bietet. Es funktioniert im Zweifelsfall auch noch mit der SW meines alten Palm TX.
Du kannst doch problemlos den gleichen Mailbestand von einem Rechner aus per IMAP und von einem anderen aus (dem Palm) per POP3 organisieren. Du musst halt bei Zugriff von mehreren Clients aus, das Protokoll dahingehend verbiegen, dass das gewollte (!) Löschen der heruntergeladenen Mails bei POP3 unterbunden wird. Die gleichen Mails kannst du jederzeit per IMAP oder auch anderen POP3-Clients lesen.
Zugriff auf den Inhalt auch ohne Netzverbindung.
Auch kein Argument. Ein moderner MUA wie z. Bsp. der Thunderbird kann durch ein Caching (Option "Die Emails auf diesem Rechner bereithalten") auch bei IMAP ermöglichen, dass du offline deine Mails lesen kannst.
Hier hast du echt die Vorteile der beiden Protokolle verbunden.
War zu dem Zeitpunkt als ich mit Mail begonnen habe, das einzige Protokoll, daß alle Mailprovider unterstützt haben.
[OT]Meine ersten E-Mails habe ich per uucp in unserem internen Netz verschickt. Und wir waren richtig glücklich, als Anfang der 80er POP3 festgeschrieben wurde und zur Anwendung kam. Das hat vieles vereinfacht. Und, wie oben beschrieben, es gibt auch immer noch gewisse Vorteile.[/OT]
Bei Mailboxen mit max. 10MByte. -> zu faul zu Migrieren. Aktuell Mehrere Unterordner Größe 0,9 - 1,2 GByte. Mailbox 3,5 - 5 GByte.
Ich nehme an, dass du hier auf Platzprobleme hinweisen willst.
Ja, diese Platzprobleme gibt es tatsächlich. Allerdings wohl nur bei den Krüppelkonten für zahlungsunwillige Kostnixkunden. Und bei Leuten, die noch nicht verstanden haben, dass das Medium E-Mail auch generelle Grenzen hat.
Wer bereit ist, für gute Leistung auch etwas zu bezahlen, kennt IMHO derartige Platzprobleme nicht mehr.
Allerdings gibt es immer noch Zeitgenossen, welche der Meinung sind, dass E-Mail ein Transport- und Speichermedium für Massendaten ist. Wir haben im TB-Forum des öfteren User welche sich beschweren, warum sie keine Mails mit Anhängen größer 20 oder gar 50 MB versenden können. (Ein moderner Mailclient hat wie der TB hat damit überhaupt keinerlei Probleme. Selbst gegen meine Überzeugung schon getestet. Die Grenzen setzt hier vernünftigerweise der Provider!) Und dann "müssen" die Anhänge auch noch unbedingt auf Dauer auf dem Mailserver gespeichert werden.
Ja, wer das macht, bekommt garantiert Platzprobleme.
Bei IMAP erhöhter Verwaltungs-/und Darstellungsaufwand Stichwort -> Übersichtlichkeit. Pro Account/Mailbox mind. 2 Einträge/Ordner.
Einmal die Mailbox beim Provider.
Kann ich nicht nachvollziehen.
Einmal auf dem Server eine gut durchdachte Ordnerhirarchie angelegt - und das wars dann auch.
Ob du das per Webmail <grusel!> machst, oder das Anlegen der Ordner auf dem Client initiierst und dieser dann die Ordner auf dem Server anlegt, spielt keine Rolle. Bereits auf dem Server angelegte Ordner werden einfach auf dem Client abonniert oder, wenn du sie dort nicht haben willst, eben auch nicht.
Ein lokaler AblageOrdner mit Verzeichnisstruktur, unter dem ich dann die Mail "physikalisch" auf meiner Platte ablege.
Ja, hier gehe ich voll mit.
Obwohl du als privater Nutzer niemals den Aufwand für den Schutz deiner Daten betreiben kannst/wirst, den ein
seriöser Provider für den Schutz der Daten seiner Kunden betreibt (Brandschutz, redundante Speicherung an mehreren weit entfernten Orten, regelmäßige, mitunter sogar "life" Sicherungen, ein Riesenaufwand für Klimatisierung und unterbrechungsfreie Stromversorgung, usw.), schadet eine zusätzliche private Datensicherung niemals. Mein Lieblingsspruch: "Ungesicherte Daten sind unwichtige Daten ... ."
Aus diesem Grund kopiere ich automatisch die von als "aufhebenswert" markierten Mails zusätzlich in diverse lokale Ordner. Und diese werden auch automatisch gesichert.
Und der wichtigste Vorteil.
Die Mails liegen NICHT bei irgend einem Provider auf dessen Systemen herum. Sondern sind lokal auf MEINEM Rechner in MEINER Wohnung unter MEINER Rechtshoheit.
Das was du hier als den wichtigsten Vorteil bezeichnest, bezeichne ich als den größten Blödsinn! (Oder zumindest als ein sehr schlechtes und undurchdachtes Argument.)
Was die Verfügbarkeit (Schutz vor Verlust) betrifft, habe ich oben genug geschrieben.
Und solltest du bei "Wolfgang dem Neugierigen" auf der Liste der Zielpersonen stehen, dann musst du dir überhaupt keine Sorgen machen, wie lange die Mails auf dem Server der Provider liegen. Die Zeit spielt nämlich (bei entsprechender "Wichtigkeit" deiner Person) überhaupt keine Rolle. Es wird life "ausgeleitet".
Wem die Rechtsprechung unserer Gerichte bekannt ist, ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Mails beim Provider unterliegen nicht dem gleichen stärkeren rechtlichen Schutz, wie wenn sie auf dem lokalen eigenen Rechner liegen.
Wie ich oben schon geschrieben habe.
Wenn du Wert auf den Schutz deiner privaten Daten legst, dann musst du (wie ich) deine Mails verschlüsseln. Musst "nur" deine Mailpartner davon überzeugen.
Aber alles das hat nun absolut nichts mit POP3 oder IMAP zu tun.
MfG Peter