marce schrieb:
Gräfin Klara schrieb:
Du wurdest nicht missverstanden.
Dieser "Treiber", der möglicherweise irgendwo versteckt vor sich hinarbeitet und alles unter Linux ermöglicht, das sind fake news.
Es ist nicht möglich mit einem simplen windows driver schreibend auf ein Unix FS zuzugreifen, ohne dieses zu beschädigen.
Dafür braucht es ein System wie WSL oder Teile davon und die sind komplex. Auf Grund dieser Komplexität wird dieser Zugriff immer
abschaltbar sein, egal ob Microsoft das so vorsieht oder nicht.
Sorry, aber das ist Bullshit.
Mit der Argumentation könnte Linux ja auch nicht auf FAT, NTFS oder andere Systeme zugreifen.
Du kannst doch nicht wirklich der Meinung sein, weil der Zugriff von Linux auf Windows Filesysteme so
einfach möglich ist, dass es in die andere Richtung auch so sein muß? Ist das dein Wissen um Unix Filesysteme?
FAT und NTFS sind sich - abgesehen von der Security Policy - sehr ähnlich.
Beides sind fragmentierte Filesysteme und werden entweder in der Master File Table
oder in der File Allocation Table verwaltet. Änderungen in diesen Files werden in diesen
Tabellen vermerkt und damit ist der Vorgang einer Veränderung im Filesystem erledigt.
Das ist aus Richtung Linux einfach zu realisieren.
Von Richtung Windows nach Linux ist das keineswegs so simpel. Unix Filesysteme müssen als ein System
gesehen werden. Jede Änderung betrifft das gesamte Filesystem und nicht nur eine Tabelle.
Rechte, Zeitstempel, Besitz von Dateien, usw. können nicht wie unter NTFS einfach ignoriert werden.
Diese Parameter (für Journailing noch einige mehr) müssen bei jeder Dateiänderungen in das Filesystem
übertragen werden und nicht nur in eine Tabelle. Passiert das nicht, wird das Filesystem beschädigt.
Microsoft löst das Problem so, dass unter WSL ein eigener Server das gesamte Linux Filesystem lädt,
jede Dateiänderung wird von diesem Server nachvollzogen und erst danach erfolgt ein Update auf eine Linux Partition.
Ein direktes Schreiben auf ein Linux FS mit Hilfe z.b. eines Windows drivers ist unmöglich!
marce schrieb:
Es ist für ein OS überhaupt kein Problem, einen fremden Dateisystemtreiber zu integrieren - und da braucht es auch keine komplexe Schicht drumherum. Das ist ein popeliges Stück Software. Mehr nicht.
Rich Turner, ein Microsoft Programmierer der an WSL arbeitet, beschreibt die Problematik folgend:
https://devblogs.microsoft.com/commandline/do-not-change-linux-files-using-windows-apps-and-tools/
Du solltest deine seltsame Meinung an Rich Turner richten. Schreib ihm, dass seine Ansichten "Bullshit" sind
und seine Arbeiten an WSL ersetzt werden können durch ein "popeliges Stück Software".
Deine Expertise wird ihn mit Sicherheit erheitern.
Gruß
Gräfin Klara