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Hallo an die Experten,
ich will auf Linux umsteigen. Dsa Update auf die neueste Win Version funktioniert nicht.
Der Rechner ist zu schawach!!!
PC Info.JPG

Aber wie soll ich die Festplatten aufteilen??
boot, usr, bin, etc, home, media mnt usw
Ein LVM mit allen ist ja auch nicht Vorteilhaft.
Ich probiere verschiedene Linuxe unter VirtualBox, komme auch einigermaßen klar.
Aber die Festplatten und Win Software die ich brauche machen mir Kopfschmerzen.
Gebraucht wird Wiso-Steuer, kein Elster über Browser, Paperport und Elo-Office als Dokumenten Managment, DVB Viewer und Calibre eBook Managment.
Ich will mal hoffen, das ich diese unter Wine zum laufen bringe.
Hoffentlich kommen ein paar Denkanstöße.
mfg
Herbert Grebe
 

susejunky

Moderator
Teammitglied
@herby :

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Und nun zu Deinen Fragen:

Aber wie soll ich die Festplatten aufteilen??
boot, usr, bin, etc, home, media mnt usw
Ein LVM mit allen ist ja auch nicht Vorteilhaft.

Diese Frage lässt sich nicht allgemeingültig beantworten. Je nach Anforderung (z.B. Verschlüsselung, Ausfallsicherheit, ...) und verwendetem Dateisystem (z.B. btrfs, ext4, ...) können ganz unterschiedliche Datenträger-Layouts nützlich sein.

Ich persönlich verwende kein RAID, kein LVM und als Dateisystem ausschließlich ext4. Mein "/"-Laufwerk ist nicht verschlüsselt und beheimatet alle von Dir genannten Unterverzeichnisse (z.B. /boot, /usr, /bin, /etc, /var, /home, /mnt, ...). Meine Daten (Dokumente, Bilder, Videos, etc.) habe ich auf einem eigenen, verschlüsselten Datenträger abgelegt (d.h. auf /home/BENUTZER sind nur die diversen, benutzerspezifischen Konfigurationsdaten abgelegt).

Wenn Du btrfs, RAID, LVM, Verschlüsselung (ggf. mit automatischer Entschlüsselung über TPM) verwenden willst, sind ggf. andere Layouts notwendig/sinnvoller.

Aber die Festplatten und Win Software die ich brauche machen mir Kopfschmerzen.
Hier wäre zunächst zu entscheiden: Willst Du
  1. MS Windows und Linux im Dual-Boot nutzen?
  2. MS Windows in einer VM unter Linux einsetzen?
  3. Linux in einer VM unter MS Windows nutzen?
  4. Nur noch Linux nutzen?
Angesichts von
Dsa Update auf die neueste Win Version funktioniert nicht.
dürfte die Optionen 1.) und 3.) entfallen.

Mit Option 2.) kannst Du alle genannte MS Windows only Programme weiter verwenden. Es gibt Programme, die eine bestehende MS Windows Installation in ein VM-Image umwandeln).


Ich will mal hoffen, das ich diese unter Wine zum laufen bringe.
Das wäre bei Option 4.) ggf. notwendig.

Mit wine habe ich schon lange nicht mehr gearbeitet. Vor einigen Jahren funktionierte WISO Steuer unter wine problemlos, aber ob das heute immer noch so ist, kann ich nicht sagen. calibre ist für die mir bekannten Linux-Distributionen verfügbar. Die anderen von Dir genannten Programme kenne ich nicht.
 
Gebraucht wird Wiso-Steuer, kein Elster über Browser, Paperport und Elo-Office als Dokumenten Managment, DVB Viewer und Calibre eBook Managment.
Wenn Du so viel Windows-Software benutzen willst, würde ich empfehlen, Windows zu verwenden.
Mit den Schwierigkeiten, die das mit sich bringt, z.B. daß man ggf. einen neuen Rechner kaufen müßte, und daß Microsoft einen datenmäßig zu sehr an sich bindet, usw., müßte man dann leben.
wine kann ein natives Windows nicht ersetzen.
Auf einem Zweitrechner (oder ggf. als Dual-Boot-Rechner - wobei man erst Windows installiert, erst dann Linux) würde ich dann Linux installieren (z.B. OpenSuSE Leap), und mich da ganz langsam rantasten. Für manche Programme mag es Entsprechungen geben, für spezielle aber wahrscheinlich nicht, da müßte man also völlig umdenken, und Dinge schon vom Ansatz her ganz anders angehen, bzw. lösen.
"kein Elster über Browser" - Warum das z.B. nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:

gehrke

Administrator
Teammitglied
WISO Steuer läuft hier unter GNU/Linux (Fedora) in einer Windows VM mit KVM problemlos. Einmal im Jahr wird die virtuelle Maschine gestartet.
 
Hallo,
"kein Elster über Browser" - Warum das z.B. nicht? Weil man gleich das Formular ohne Internet ausfüllen kann.
Wiso gibt viele Tips und Hilfen.
Wenn Du so viel Windows-Software benutzen willst, würde ich empfehlen, Windows zu verwenden.
Ich habe doch geschrieben das ich Win wersetzen will, bin noch nie Fan gewesen, nur Notgedrungen genutzt.
Habe davor mit OS/2 eCS gearbeitet.
Da liefen die Älteren Programme.

(z.B. /boot, /usr, /bin, /etc, /var, /home, /mnt, ...). Da ollte ich wissen, welche Platte für welchen Mountpiont?

Erstmal Danke für die Antworten.
mfg
Herbert Grebe
 

gehrke

Administrator
Teammitglied
Ich habe etwas zu dem Programm geschrieben, welches ich selbst einsetze und wofür ich keine Alternative suchen wollen würde.
 
"kein Elster über Browser" - Warum das z.B. nicht? Weil man gleich das Formular ohne Internet ausfüllen kann.
Wiso gibt viele Tips und Hilfen.
Das können wir ja mal als Beispiel nehmen für das Umdenken (obwohl Wiso über wine laufen würde): Geh' mal davon aus, Du hast also nun Linux, und kein Windows mehr. Und da gibt es nunmal kein Wiso. Du hast einfach keins mehr. Was machst Du dann? Na ja, Du würdest die Formulare eben doch im Browser ausfüllen, und im Internet selbst nach den Tips und Hilfen suchen. Oder vielleicht einen Steuerberater beauftragen, und das Problem "analog" lösen.
So ähnlich müßte man sich das vorstellen. Auch bzgl. der anderen Programme.
Sicher wird es auch Linux-Programme geben, die Dokumente einscannen und verwalten (bzgl. "Paperport"). Aber es wäre alles erstmal sehr anders, und wahrscheinlich weniger komfortabel als mit den Windows-Programmen. Aber Du würdest Dich dran gewöhnen, und schließlich auch die gewonnene Freiheit und die eingesparten Software-Kosten zu schätzen wissen.
Aber es wird eine längere Zeit der Umstellung brauchen, vielleicht ein, zwei Jahre. Und Du müßtest offen dafür sein. Das ist aber letztlich was, das Du einmal für's ganze Leben tust (ich verwende Linux über 20 Jahre, da waren ein, zwei Jahre Umstellung nicht viel, und es machte mir auch Spaß). Insofern würde es sich schon lohnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
(z.B. /boot, /usr, /bin, /etc, /var, /home, /mnt, ...). Da ollte ich wissen, welche Platte für welchen Mountpiont?
Das sind die Verzeichnisse in einem Linux-Verzeichnisbaum. (Unter Windows wie z.B. "C:\Windows\System" und "C:\Eigene Dateien"). Im Linux-Verzeichnisbaum sind diese normalerweise auf einer Platte. (Es kann spezielle Installationen geben, daß man das "/home"-Verzeichnis auf eine andere Platte legt.)
Für das Mounten ist der Bootmanager verantwortlich (normalerweise "grub2"). In dessen Konfigurationsdateien kann man einstellen, wo er nach den Dateien für den Bootvorgang suchen soll. Da bist Du dann aber schon tief im System.
 

susejunky

Moderator
Teammitglied
@herby :

Wenn Du aus anderen Beiträgen zitierst, dann verwende bitte die Zitat-Funktion; d.h. im Quellbeitrag die Textstelle auswählen, die Du zitieren willst und dann "Zitieren" drücken.

Zitieren.png

(z.B. /boot, /usr, /bin, /etc, /var, /home, /mnt, ...). Da ollte ich wissen, welche Platte für welchen Mountpiont?
Ich verstehe diese Frage nicht.

Normalerweise besteht keine Notwendigkeit, die genannten Verzeichnisse auf eigene Partitionen oder gar eigene Datenträger auszulagern (und wenn man das trotzdem macht, dann sind die genannten Verzeichnisnamen die Mountpoints ???).

Nur wenn Du spezielle Konfigurationen (z.B. "/"-Verzeichnis verschlüsseln und automatisch beim Systemstart mittels TPM entschlüsseln) umsetzen möchtest, kann ein anderes Verzeichnisbaum-Layout erforderlich sein.
 
Hallo herby,

willkommen im Club.

Da hier schon einiges geschrieben wurde, will ich nur kurz meinen Senf aus User-Sicht abgeben.
Zunächst die Festplattenaufteilung: wenn du, wie schon geschrieben wurde, keine besonderen Anforderungen hast, fange mit einer einfachen Aufteilung an.
Mit NAS etc. kenne ich mich nicht aus, daher beschreibe ich es aus Sicht einer einfachen Festplatte:
0,5 - 1 GB UEFI (Einhängepunkt: /boot)
50 - 60 GB für root (Einhängepunkt: / )
20 - x GB für home (Einhängepunkt: /home)
Das sind die wichtigsten Einhängepunkte.
Evtl. 1 - 2 GB für die Swap-Partition (Einhängepunkt: /swap). Ist quasi die "Auslagerungsdatei" und fast nicht mehr nötig. Aber um mögliche Probleme vorzubeugen, halte ich es für sinnvoll.

Da ich mich mit btrfs noch nicht so richtig anfreunden konnte, nutze ich ext4 als Dateisystem. Damit könntest du auch anfangen.

Ich persönlich empfehle dringend, /home auf eine eigene Partition zu legen. Ob es auf einer eigenen Platte liegen sollte, hängt von deinen Anforderungen bzw. davon ab, was du alles machen möchtest. Ich habe z.B. meine Spiele auf eine eigene Platte gelegt, damit ich genügend Platz dafür habe. Nachträglich eine Festplatte in Linux einzubinden empfand ich etwas "fummelig" (ist nicht so einfach, wie unter Windows).

Zu deinen Programmen: ich hatte WISO schon mal unter wine zum Laufen gebracht, aber bei der damals aktuellen Version klappte es dann nicht mehr. Daher war ich damals auf die Web-Version von WISO gewechselt. Ist praktisch kein Unterschied, nur dass du es nicht installieren musst.
Bei den anderen Programmen wäre aus meiner Sicht folgendes sinnvoll: Überprüfen, ob es eine Linux-Version gibt. Falls nicht, dann Linux-Alternativen prüfen. Sollten die nicht gut genug sein, mit wine die Windows-Programme versuchen. Am Ende bliebe noch, in einer VM Windows zu installieren und die Programme dort zu nutzen. Aber ehrlicherweise sehen die Programme für mich nicht so aus, als wäre das unbedingt nötig.

Das waren meine 2 ct. Ist nicht absolut und auch nicht vollständig. Soll nur als Denkanstoß und evtl. Tipp dienen.
 
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