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Neues Festplatte mit Daten der bisherigen füllen

Suse 11.4
KDE 4.6

Meine bisherige Festplatte muckt und ich habe schon Sektoren über ein Programm reparieren lassen müssen.
Zur Zeit läuft sie aber noch.

Habe mir eine neue Festplatte zugelegt und bin mir über meine Vorgehensweise noch nicht sicher:

1. Kann ich einfach den Inhalt der alten auf die neue "übertragen".
Die neue ist ja noch nicht formatiert. Diese müsste ich also erst formatieren, aber mit welchem Programm?

2. Mein System kommt mir etwas langsam vor. Weiß nicht, ob es ander Fetsplatte liegt oder am System?
Deshalb wäre es auch möglich SUse ganz neu aufzuspielen. Aber dann müsste ich wieder soviel neu einspielen...
 
Du willst die alte (die auch die Boot-Platte ist) komplett ersetzen?

Dann: neue HD partitionieren, formatieren, Daten per cp, rsync, tar - wie auch immer, halt "komplett mit Rechten und so" übertragen, Bootsektor auf der neuen HD erstellen, evtl. Config des Bootmanagers und fstab auf der neuen HD anpassen, Rechner von der neuen HD booten lassen.
 
Du willst die alte (die auch die Boot-Platte ist) komplett ersetzen?

Ja.

Dann die neue HD partitionieren

Bisher musste ich meine Festplatten nicht von Hand partitionieren.
Kannst Du mir deshalb sagen, mit welchem Programm und v.a. wie ich die Fetsplatte aufteilen soll?


Mit welchem Programm? Muss ich nicht erst formatiern und dann erst partitionieren?

Daten per cp, rsync, tar - wie auch immer, halt "komplett mit Rechten und so" übertragen

Kannst du mir kurz erklären, wie ich das am einfachsten machen kann?

Bootsektor auf der neuen HD erstellen

Wie gesagt, bisher habe ich mein System immer übers Einspieln der Suse-DVD upgedated und musste nie ein Bootsektor händisch anlegen.

evtl. Config des Bootmanagers und fstab auf der neuen HD anpassen

Auch das sind für mich viele Fragezeichen.
 
Hallo,

Gandalf333 schrieb:
Muss ich nicht erst formatiern und dann erst partitionieren?
Nein :D

Hast Du die "alte" Platte noch installiert? Dann poste bitte hier die Ausgabe von (in der Konsole als root):

Code:
# fdisk -l
Dann teil uns auch mit was Du auf der neuen Platte installieren möchtest. Genau gleich wie auf der bisherigen?

Gruss,
Roland
 
Code:
fdisk -l

Disk /dev/sda: 500.1 GB, 500107862016 bytes
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spur, 60801 Zylinder, zusammen 976773168 Sektoren
Einheiten = Sektoren von 1 × 512 = 512 Bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x0005264a

   Gerät  boot.     Anfang        Ende     Blöcke   Id  System
/dev/sda1              63     4209029     2104483+  82  Linux Swap / Solaris
/dev/sda2   *     4209030    46154744    20972857+  83  Linux
/dev/sda3        46154745   976768064   465306660   83  Linux

Auf der neuen Platte soll dasselbe wie bisher.

Die neue Platte hat 2 TB Platz, die alte 500 Gb
 
Es ist noch nicht ersichtlich ob Dein Computer ein Desktop oder ein Laptop ist -- ich vermute ersteres.

Dann baust Du die Platte ein (Signalkabel, Stromkabel) -- dazu Computer komplet abschalten und netzkabel abziehen.

Nach dem Einbau den Computer wieder booten und überprüfen ob die Platten erkannt werden:

Code:
# fdisk -l
Dann mit

YaST >>> System >>> Partitionierer

die neue (Achtung, nicht die alte!) Platte nach Wunsch partitionieren (swap, system, home, reserve, oder so)

Nachher überprüfen:

Code:
# fdisk -l
Die Partitionen müssen jetzt noch formatiert werden (ext4).

Es bleibt: Deine Daten herüberkopieren, den GRUB konfigurieren, /etc/fstab anpassen, evtl. die mount points erstellen bzw. anpassen -- aber vielleicht solltest Du hier mal die obige Ausgabe posten.

Gruss,
Roland
 
Hallo,
wenn das mit dem formatieren, partitionieren geklappt hat würde ich die verschiedenen, alten Partitionen mit Clonezilla klonen.
Dann läuft das System genauso wie zuvor und es geht IMHO noch einen ganzen Zahn schneller als mit cp oder ähnlichem.
Hier eine kleine Anleitung zu Clonezilla als PDF-Datei

lieben Gruß aus Hessen
 
Ich würde auch Clonezilla vorschlagen, für solche Kisten ist das ideal und dürfte wirklich um einiges fixer und mit geringerem Konfigurationsaufwand vonstatten gehen als z.B. eine rsync-Lösung.

Allerdings muss man nach dem Klonen die /dev/disk/by-id/-Einträge in der /etc/fstab und /boot/grub/menu.lst anpassen. Diese Zuordnung lässt sich aber sehr einfach z.B. über eine live-System ermitteln (einfach alle vorhandenen Platten grafisch mounten und dann direkt in der /dev/disk/by-id/ nach der Platte schauen).
 
Habe endlich die Festplatte eingebaut

Code:
fdisk -l

Disk /dev/sda: 500.1 GB, 500107862016 bytes
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spur, 60801 Zylinder, zusammen 976773168 Sektoren
Einheiten = Sektoren von 1 × 512 = 512 Bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x0005264a

   Gerät  boot.     Anfang        Ende     Blöcke   Id  System
/dev/sda1              63     4209029     2104483+  82  Linux Swap / Solaris
/dev/sda2   *     4209030    46154744    20972857+  83  Linux
/dev/sda3        46154745   976768064   465306660   83  Linux

Disk /dev/sdb: 1000.2 GB, 1000204886016 bytes
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spur, 121601 Zylinder, zusammen 1953525168 Sektoren
Einheiten = Sektoren von 1 × 512 = 512 Bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disk identifier: 0x000ae7a3

   Gerät  boot.     Anfang        Ende     Blöcke   Id  System

Ich wollte mich ans Partitionieren machen und bin schon daran gescheitert, welche Größe soll ich wie verteilen?

linux swap?

Habe gparted installiert? Ist das einfacher als yast?

Oder gibt es ein howto für Anfänger partitionieren mit yast?

Vielen Dank für die Hilfe.
 
Habe gparted installiert? Ist das einfacher als yast?

Oder gibt es ein howto für Anfänger partitionieren mit yast?

Also ich halte GParted für ein recht gutes Programm zur Festplattenpartitionierung, und kam auch als blutiger Anfänger recht gut damit zurecht.

Wenn Du bei der Installation von Suse die Platte (von Yast bzw. dem Installer) partitionieren läßt, dann bekommst Du einen Partitionierungsvorschlag, der i.d.R. auch so übernommen werden kann.

Machst Du es mit GParted, dann solltest Du bei weniger als 1 GB RAM den SWAP doppelt so groß wählen wie Du RAM hast, ansonsten reicht genauso viel. Aber das ist nur eine grobe Faustregel, bei einer 2 TB-Platte spielt es keine Rolle, ob Du ein paar GB mehr oder weniger als SWAP nimmst, also würde ich auch hier bei der doppelten RAM-Größe bleiben. Zuviel SWAP schadet nicht, nur zuwenig ist nicht gut.

Für die /-Partition (root-Partition) solltest Du nicht zuwenig nehmen, lieber etwas zuviel.

In Abhängigkeit von den Programmen, die Du nutzt und mit welchen Daten Du überwiegend arbeitest, solltest Du ausreichend Platz zur Verfügung stellen.
I.d.R. sind so zwischen 10 und 50 GB genug. Bei einer 2 TB-Platte würde ich hier aber nicht auch sparen und gleich 100 - 200 GB für die / nehmen, den Rest für /home.

Um die 100 - 200 GB voll zu bekommen, mußt Du schon eine ganze Menge aufgeblähter Programme installieren, bis das voll ist :D
 
Wenn Du suspend to disk nutzst, sollte die SWAP-Partition ungefähr so groß sein wie der Hauptspeicher. Ansonsten ist alles über 1 GiB ebenso Platzverschwendung wie eine Systempartition, die größer als 20 GiB ist.
 
Bei yast gehe ich unter partitionieren:

Festplatte vorbereiten: Expertenmodus

Gehe auf Festplatten und dort auf meine 1 Tb Platte:

Klicke unten auf Partition hinzufügen:

Jetzt kommt die Auswahl: Primäre oder erweiterte Partition.

Was soll ich auswählen?

Und wie geht es dann weiter?
 
Hallo,

Es sind max vier primäre Partitionen möglich.

Diese Limite kann 'umschifft' werden indem eine der vier (meist die vierte, /dev/sda4) als 'extended' Partition spezifiziert wird. Eine solche 'extended' Partition ist wie ein Verzeichnis welche dann weitere, jetzt 'logische' Partitionen, enthalten kann. Total sind dann 15 Partitionen möglich.

Zum Beispiel:

Code:
/dev/sda1   Linux swap / Solaris
/dev/sda2   Linux
/dev/sda3   Linux
/dev/sda4   Extended
/dev/sda5   Linux
/dev/sda6   Linux
/dev/sda7   Linux
/dev/sda4 enthält die 'logischen' Partitionen sda5, 6 und 7

Zu Deiner Frage: es kommt darauf an wieviele Partitionen Du einrichten willst.

Gruss,
Roland
 
eigentlich will ich nicht viel Partitionen. es stellt sich eher die frage wieviel ich brauche?

eine home?
eine swap?

und sonst?
 
Code:
swap
linux System '/'       (ext4)
linux user   '/home'   (ext4)
plus evtl.

Code:
Daten '/data'          (ext4)
und/oder evtl.

Code:
Reserve (was übrig bleibt; nicht gemountet)  (ext4)
 
Vielen Dank für Deine Hilfe.

Jetzt bin ich beim Yast Partitionierungsprogramm weiter vorangeschritten und habe die primäre Partition entschiden. Jetzt kommen aber die weiterne Herausforderungen für mich:

Bei Partitonsgröße verwend ich die maximale oder benutzerdefinierte Größe?

Dann folgt die Formatierungsoption:

Soll ich meine Festplatte einhängen oder nicht?
 
Grössen:

Code:
swap = 2 od. 3 GB
'/'  = 16 GB (max 20 GB)
Die restlichen so aufteilen wie Du dies am besten hälst.

'/home/ in '/' einhängen.

Falls Du Dich für eine '/data' entscheidest, dann ebenfalls in '/' einhängen.

Falls Du Dich für eine 'Reserve' Partition entscheidest -- vorerst nicht einhängen.

Edit:

'home' in '/' einhängen (ist dann '/home').

Falls Du Dich für eine 'data' entscheidest, dann ebenfalls in '/' einhängen (ist dann '/data')
 
RME schrieb:
'/home/ in '/' einhängen.
Falls Du Dich für eine '/data' entscheidest, dann ebenfalls in '/' einhängen.
Was soll diese doppelte Benutzerverwirrung? Im YaST-Partitionierer gibt man Einhängepunkte an, also müßte es /home und /data heißen. Zumindest ersteres geht aber nicht, denn der Einhängepunkt /home existiert ja schon für die bisherige Home-Partition.

Gandalf333 schrieb:
maximale oder benutzerdefinierte Größe?
Soll ich meine Festplatte einhängen oder nicht?
Für die SWAP- und die künftige /-Partition wählst Du jeweils die von mir empfohlene Größe und für die künftige Home-Partition den dann noch freien Platz (außer Du willst noch weitere Partitionen anlegen oder freien Platz lassen). SWAP formatierst Du mit "Swap" und den Rest mit "Ext4". Einhängen mußt Du die Partitionen nur dann, wenn Du die Daten im laufenden System dorthin kopieren willst (was ich machen würde, aber Lösungen wie Clonezilla sind natürlich ebenfalls geeignet). Auf jeden Fall mußt Du sicherstellen, daß fstab, menu.lst und device.map angepaßt werden und GRUB installiert wird (Clonezilla solltest Du daran hindern, seine eigene GRUB-Version zu installieren).
 
Vielen Dank für die Hilfen.

Ich versuche das ganze im Yast Partitionierer anzuwenden und habe großen Respekt davor dabie Fehler zu machen.

Habe auch schon gegoogelt um eine Anleitung zu finden um Schritt-für-Schritt durch den Partitionier geführt zu werden.

Leider habe ich bis jetzt nichts gefunden.
 
Hallo Systemcrasher,
Systemcrasher schrieb:
Habe gparted installiert? Ist das einfacher als yast?
Video-Anleitung zu gparted.
Systemcrasher schrieb:
Zuviel SWAP schadet nicht, nur zuwenig ist nicht gut.
Bei einer 2 TB-Platte würde ich hier aber nicht auch sparen und gleich 100 - 200 GB für die / nehmen, den Rest für /home.
Stimmt schon, das es nicht schadet, aber es nutzt auch nichts. Viel hilft nicht viel.
Es ist, wie josef bereits schrieb einfach Verschwendung.
Systemcrasher schrieb:
Um die 100 - 200 GB voll zu bekommen, mußt Du schon eine ganze Menge aufgeblähter Programme installieren, bis das voll ist :D
Meine /home - Partition war mit 189gb brechend voll auf einer 250er Platte. Aber halt nicht die Root-Partition.

lieben Gruß aus Hessen
 
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