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SuSE 9.3 - feste IPv6 vergeben

Hallo,

weiß jemand, wie ich unter SuSE 9.3 "sauber" eine IPv6-Adresse fest vergeben kann?
Vergebe ich über Yast zu meinem Interface eine zusätzliche IP-Adresse, kann ich ein Alias eingeben und eine IPv6-Adresse eintragen. Aber dann muß ich ja noch eine Netmask angeben, aber die habe ich bei IPv6 doch gar nicht. Die dazugehörige Prefix-Lenght kann ich über diese Maske auch nicht angeben.
Gehe ich direkt über /etc/sysconfig/network/ifcfg-eth-id-*, kann ich alle Eingaben machen, aber da verstehe ich trotzdem nicht den Eintrag "NETMASK_V6=´´". Mache ich hier keinen Eintrag kommt es zur Fehlermeldung bei der grafischen Administration über Yast.
Wie vergebe ich also korrekt IPv6-Adressen unter SuSE?

Grüße
Marcel
 
Hallo Marcel,

schau mal hier rein: http://mirrors.deepspace6.net/Linux+IPv6-HOWTO-de/
Ich hab mich da durchgeackert, funzt prima.
Im Join Projekt der Uni Münster gibt es noch viel mehr dazu.

Acinonyx
 
Hallo Acinonyx,

ich danke dir für deine Hilfe, aber das Dokument kenne ich schon. Habe es selbst schon komplett durchgearbeitet :). Die temporäre Konfiguration mit ip oder ifconfig ist nicht das Problem und mittels Script auch automatisierbar.
Mich interessiert allerdings mehr die standardmäßige Unterstützung von IPv6 bei Suse. Also unterstützen tut es ja IPv6, aber halt wie ich mit Bordmitteln IPv6 konfigurieren kann. Also kann ich IPv6 unter Suse sauber mit Yast oder der conf-Datei Konfigurieren. Dies scheint mir irgendwie noch nicht so zu sein.
Für alles was ich auf Basis von IPv6 im System konfigurieren will, schreibe ich im Moment ein eigenes Script (Firewall, IPv6-in-IPv4-Tunnel, ...)

Marcel
 
Hi,

also YAST ist hierbei ein klarer Fall von funzt nicht. Ich hab alles via Konsole und .conf gemacht. Unterstützt wird eigentlich alles was man so in IPv6 braucht. Selbst ein auf SuSE angepasstes NAT-PT funzt einigermassen.

Die meisten IPv6 spezifischen Programme/Funktionen haben eigene .conf (radvd, trt, totd, siit, quagga usw). Spezifisch an eth0 brauchte ich eigentlich nur die Standardeiträge zu machen (ifconfig). Interessant fand ich WEBMIN (+ dynbind9) in Bezug auf Bind9. Dort konnte ich IPv6 Zonen problemlos konfigurieren. Vielleicht gibts inzwischen weitere Module, die IPv6 Adressen konfigurieren können...

Acinonyx
 
Moin,

das klingt ja eigentlich alles ganz gut, wenns so funktioniert :eek: .
Jetzt ging mir gerade auch noch ein Blitz durch den Kopf, was das bei mir mit dem Eintrag "NETMASK_V6=" in meiner .conf aufsich hat. V6 war mein Alias-Name und wenn yast mit ipv6 nicht klar kommt wollte er logischerweise einen netmask-Eintrag. Find ich allerdings schwach von Suse, das die noch keine IPv6-Unterstützung im Yast (... also für Konfigurationszwecke) haben.

Hast du schon mal DHCPv6? Ich suche irgendwie mal eine gute Doku dazu und mich würde einmal interessieren, wie ich mit dem DHCPv6 dynamische Einträge beim Bind machen kann. Mit IPv6-Adressen geht das ja.
Unter Linux habe ich den DHCPv6 schon zum laufen gebracht, aber halt mangels Doku nur simple Konfiguriert. Kann ich mit dem Linux-DHCPv6-Server auch Windows-Clients bedienen?

Grüße
Marcel
 
Hallo Marcel,

google mal nach diplom-dhcpv6.ps (TU-Chemnitz) Fand ich ganz gut.

Windows und IPv6, da da hab ich heute noch "Kopfschmerzen". Ich hab mal für n großen Kunden einige Tests durchgeführt. Letztendlich wurden für das v6 Netz alle Windows Installationen gegen ..x ausgetauscht.
Windows kann generell nur P2P, Domain mit v6, glatte Fehlanzeige. Geht nur mit Kerberos gegen eine Linux/Unix Domain. AAAA Datensätze kann Windows komischerweise nur verarbeiten, wenn der IPv4 Stack mit läuft. Longhorn ist da auch noch nicht besser. DNS Server mit Windows für IPv6 läuft auch nur als Dual Stack. Im reinen v6 Netz läuft als DNS Server nur BIND9 (Win wie auch ..x) sauber. Für WEBMIN gibt es da ein prima extra AddOn (nicht das original Modul verwenden). Wenn man sich die RFCs ansieht braucht man eigentlich gar nicht DHCP. Es ist nur eine Krücke für Windows um dynamisch die Gateway und DNS Server Daten zu übergeben. Ich hatte die Tests mit radvd, Foundry, Cisco und HP Switchen gemacht. Die Switche haben die Next Hop/Gateway Einträge sowie DNS Server Einträge propagiert, radvd die Netzadresse. Für ein kleines Netz würde ich die Einträge händisch machen. Ausserdem hat MS noch so einige Adresstypen proprietär "erfunden". Z.B. die Möglichkeit, IPv4 Adressen in der v6 Adresse mit einzutragen. 2002::192.168.0.1 ist so ein Fall. So etwas gibt es eigentlich nur bei SIIT in den Router Tables zu sehen, nicht aber im Netz. Inzwischen ist es wohl auch im Kame- und Usagi Stack mit drin.

Acinonyx
 
Hallo Acinonyx,

ich habe jetzt auch noch zwei relativ gute Dokumente gefunden:
http://dnserver.nt.fh-koeln.de/grebe/Diplom/Studienarbeit/WS0405_IPv6_Server.pdf
http://rhlx01.fht-esslingen.de/~patrick/websites/cervicek.de/dhcpv6/dhcpv6.pdf

Ich glaube so einigermaßen langsam dahinterzusteigen :D .
Was natürlich nicht so schön ist, wenn das wie du sagst mit Windows alles nicht so richtig funtkioniert. Ich mein, ich selbst habe damit nicht unbedingt ein großes Problem, da ich eh fast nur Linux nutze. Das Problem ist ja aber, das Windows noch recht verbreitet ist und man bei den meisten Netzwerken noch auf viele Windows-Clients stößt, wo man ja dann auch gern IPv6 hätte. Werd mich auch einmal an eine Testumgebung setzen, um zu sehen wie IPv6 mit Windows zusammenspielt.

Mein Hauptargument DHCPv6 zu nutzen war für mich, dass ich damit steuern kann welcher Rechner welche IPv6 bekommt und kann auch dynamisch Einträge im DNS machen. Des weitern sende ich ja mit radvd einfach Router Advertisments ins Netz und die Rechner konfigurieren sich mehr oder weniger selbst. In den Netz wo ich teste kann ich allerdings nicht einfach IPv6-Adressen ins Netzwerk senden. Daher fand ich das mit DHCPv6, wo der Client eine IP anfordert, in meinem Fall günstiger.

Was sich bei der Arbeit mit IPv6 aber bei allen Themen immer und immer wieder zeigt - es muß noch viel getestet werden. Als ich angefangen hatte mit IPv6 dachte ich das ist alles schon weiter. Die meisten Anwendungen unterstützen es ja theoretisch schon, und ansich auch die OS. Aber im praktischen Gebrauch scheiterts irgendwie immer mal wieder daran, das man sich in einigen relevanten Details nicht so richtig festlegt. Naja, die Zeit wird zeigen, wanns mit IPv6 richtig los geht.

Marcel
 
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