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Upgrade auf Leap 16 - Erfahrungbericht

Ich habe jetzt zwei Rechner von Leap 15.6 auf 16 upgegradet.
Genutzt wurde dazu das Opensuse-Migration-Tool.

Der erste Rechner (i5-14400, onboard Grafik, MSI B660m Mortar DDR4 Mainboard, 16 GB RAM, 256 GB SATA SSD) war eigentlich der unproblematische, da keine große Datenübernahme notwendig war (alles Officedateien, mp3 sowie Fotos bzw. .jpg). Neben den Default-Repos war nur noch Packman eingebunden.
Ich ging von keinen Problemen aus.

Das Upgrade wurde im Dezember 2025 vorgenommen.

Das Opensuse-Migration-Tool ist leider nicht durchgelaufen und hat mit einer Fehlermeldung bezüglich "Release" der Repos abgebrochen.
Mehrere erneute Versuche schlugen fehl.
Letztendlich habe ich komplett neu installiert und die Daten inkl. Firefox-Profil zurückgespielt



Der zweite Rechner (Deskmini H470, i3-10100 mit omboard Grafik, 16 GB RAM, 2 TB NVME, Intel AX210 WIFI) war eigentlich der komplexere, da hier Thunderbird mit mehreren Mailkonten und umfangreichen lokal archivierten Mails lief sowie Virtualbox mit mehreren VM lief. Weiterhin wurden hier mit mehreren Rsync-Scripten Backups vom NAS auf die SSD gezogen, was bei einer Neuinstallation entsprechend hätte angepasst werden müssen.

Aufgrund der Erfahrungen beim ersten Rechner ging ich mit sehr gemischten Gefühlen an das Upgrade. Ich hatte mir sogar schon ernsthaft überlegt anstatt auf Leap 16 auf Tumbleweed umzusteigen.

Nachdem ich mittels Clonezilla ein komplettes Image der NVME auf eine baugleiche NVME erstellt hatte, habe ich mich Anfang Februar dann an das Upgrade gewagt.
Das Opensuse-Migration-Tool gestartet und...es lief fehlerfrei durch.
Ein Neustart und Leap 16 meldete sich.
Thunderbird und Rsync funktionierten wie gewohnt. Lediglich Virtualbox musste ich nachinstallieren. Leider ist es in den Suse-Repos nicht mehr enthalten und ich musste ein separates Repo dafür einbinden (danke Sauerland (y)). Die vorhanden VM wurden sofort erkannt und konnten problemlos gestartet werden.

Was ich bei beiden Rechnern (noch) vermisse, ist der Audioplayer Audacious. Es gibt zwar eine Version als Flatpack, die für mich aber wenig praktikabel ist. Einen gleichwertigen Ersatz habe ich aber noch nicht gefunden (einfach nur Player einzelner mp3, flac etc. ohne ganze Sammlungen zu verwalten, schneller Start sowie umfangreicher EQ samt Audioeffekten). Vielleich kommt da in den Suse-Repos ja irgendwann ein Nachschlag.

Weiterhin vermisse ich das Opensuse-Image-Writer, das es wohl nicht mehr für Leap 16 gibt. Es gibt zwar den KDE Iso-Imagewriter, aber den habe ich noch nicht probiert.

mojo
 
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