USB HDD (ext2) Zeichensätze in Win2000 und Linux anders

Gerd

Member
Hallo,

ich benutze SuSE 9.2.
Damit ich Daten zwischen der Firma und zuhause austauschen kann, habe ich meine externe USB-Festplatte mit ext2 formatiert.
Auf Win2000 läuft Ext2ifs zum Zugriff auf die Platte.
Das Problem ist, dass Dateinamen mit Umlauten nur von dem Betriebssystem gelesen werden können welches sie erzeugt hat. Das jeweils andere Betriebssystem kann sie nicht darstellen.
Im Troubleshooting zu Ext2ifs steht, dass der Treiber nur die aktuell eingestellte codepage von Windows verwenden kann.
Ich habe bei den Mount Optionen schon die diversesten iocharset und codepage Einstellungen versucht. Bisher ohne Erfolg. Hier mal Ausschnitte aus fdisk -l und meiner fstab
Code:
fdisk -l
-------
Disk /dev/sdb: 80.0 GB, 80026361856 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 9729 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sdb2   *           2        9729    78140160    5  Extended
/dev/sdb5               2        9729    78140128+  83  Linux



/etc/fstab:
-------------
/dev/sdb5 /mnt/usb-hdd subfs rw,users,noexec,nosuid,nodev,sync,iocharset=iso8859-1,codepage=1252 0 0

Ach ja locale liefert bei meinem Linux:
Code:
LC_CTYPE=de_DE.UTF-8

Bei Windows kenn ich keinen solchen Befehl. :oops:


Hat jemand ähnliche Erfahrungen, oder noch besser eine Lösung?

Gruß,
- Gerd -
 

Grolli

Member
Ich habe ein ähnliches Problem mit meiner externen LAN-Festplatte.

Habe Linux SUSE-10.0 als Hostsystem und Windows-XP als Gastsystem mit VMWare-Workstation.
Wenn ich ein Datenbackup von Windows auf die LAN-HDD erstellen will, werden Windows-Dateien mit Umlauten nicht kopiert.

Abhilfe geht nur in der Form, das ich die Windowsdateien zunächst in ein Verzeichnis auf dem Linux-Host-System kopiere, und dann mit Samba (smb://IP-Adresse) auf das LAN-Drive schiebe, umständlich, aber eine andere Lösung habe ich auch noch nicht gefunden.
 

Grothesk

Ultimate Guru
Einfache keine Umlaute und Leerzeichen verwenden? Ist das einfachste. Funktioniert immer. Auch in anderen Teilen der Welt.

Ich tu mich im Ausland auch immer schwer, weil die die da seltsamerweise keine Umlaute auf der Tastatur haben. Sowas auch!
 

Grolli

Member
Das habe ich auch mittlerweile gelernt. Allerdings bleibt das Problem wenn man aus dem Internet Dokumente bekommt die Umlaute beinhalten.
Ich habe vor einigen Tagen für MuPaD (mathem. Software) Dokumente erhalten, die aus ca. 5000 Dateien bestehen, und wo eifrig Umlaute verwendet wurden. Dazu kam dass diese Dateien auf einem Unix-Server der TU Ilmenau lagen, auch da hält man sich leider nicht daran.
 

Gerd

Member
Grothesk schrieb:
Einfache keine Umlaute und Leerzeichen verwenden? Ist das einfachste. Funktioniert immer. Auch in anderen Teilen der Welt.

Fuer mich kein Problem, da ich als Programmierer sowieso lieber mit dem US Keyboard Layout arbeite, aber Dokumente, die von Kollegen kommen koennen alle Zeichen enthalten. Und da wird genommen was geht (und ich bin erstaunt, was da alles geht).
Ich selber hab jetzt auch eine Loesung fuer mich, ich verwende FAT32. Unter Linux konnte ich ja auch die gesammten 80 GiB als eine Partition anlegen.
Nun klappt das mit dem Austausch der Dateien zwischen den Betriebssystemen problemlos

- Gerd -
 

Grolli

Member
FAT32 ist aber keine echte Alternative, eigentlich nur eine Notlösung.
Ich habe meine externe USB-HDD XFS-Partition angelegt, kann ich nur empfehlen.
 
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