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Welcher Rechner ist der richtige...?

Hallo allerseits,
Ich habe mich grad angemeldet, da mich folgende Frage schon seit einiger Zeit beschäftigt:

Mein nun schon 14 Jahre altes Notebook mit einer Linuxdistribution wandert nun auf dem E-Schrott Haufen, weil super langsam und Akku kaputt usw. (schade aber auch OK)
Ich möchte nun ein Multimedia Notebook für Video-Schnitt / Ton(Post)Produktion mit DaVinciResolve für Linux anschaffen. Apple wird mir echt zu teuer, und ich finde Linux super.

Könnt Ihr mir gute Notebooks empfehlen, sodass ich in den nächsten 8-10 Jahren Ruhe habe und keinen Rechner mehr kaufen muss.

Arbeitsspeicher min 36 GB besser wäre auch ein bisschen mehr...
SSD 1-2 TB (rest der Daten geht sowieso auf andere Platten oder Cloud)
aber von Prozessor und weiteres habe ich keine Ahnung... Welche Hersteller sind dafür geeignet und bauen haltbare / zuverlässige Geräte?


Es muss ein Notebook sein, da ich ausschliesslich von unterwegs arbeite...
Ich würde mich freuen wenn es hier Hardware-Profis gibt, die mir helfen können.

Liebe Grüsse
Martina Prange
 

susejunky

Moderator
Teammitglied
@Martina_P :

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Und nun zu Deiner Frage

Könnt Ihr mir gute Notebooks empfehlen, sodass ich in den nächsten 8-10 Jahren Ruhe habe und keinen Rechner mehr kaufen muss.

Hier ein paar allgemeine Hinweise zu diesem Thema:
  • Wenn Du ein Gerät mit vorinstalliertem Linux kaufst, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass auch alle verbauten Hardware-Komponenten (WLAN-Karte, Grafik-Karte, ...) unter Linux problemlos genutzt werden können. Und wenn das nicht der Fall sein sollte, dann liegt ein klarer (d.h. einklagbarer) Mangel vor.

    Wenn Du ein Gerät mit einem vorinstallierten Nicht-Linux-Betriebssystem kaufst, kann es ggf. schwierig werden alle verbauten Hardware-Komponenten unter Linux problemlos in Betrieb zu nehmen. Eine Reklamation ist dann auch schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.

    In aller Regel spielt es keine Rolle welche Linux-Distribution vorinstalliert ist. So habe ich z.B. Geräte mit vorinstalliertem Kubuntu gekauft und dann problemlos openSUSE Tumbleweed darauf installiert.

  • Wenn Du das Gerät über lange Zeit nutzen willst ist es empfehlenswert das Gerät in "maximaler Ausstattung" zu erwerben. Mit zunehmender Nutzungszeit kann der Erwerb von passende Erweiterungen (z.B. mehr/größere Speichermodule) schwierig oder gar unmöglich werden (insbesondere bei Notebooks/Laptops).

  • Manche Hardware-Hersteller arbeiten sehr eng mit der FOSS-Gemeinschaft zusammen und stellen die erforderliche Software zum Betrieb ihrer Produkte (z.B. Treiber für Grafikkarten, Firmware für Prozessoren, etc.) quelloffen und zeitnah bereit und pflegen diese auch.

    Aber es gibt auch Hardware-Hersteller die nur proprietäre (d.h. nicht quelloffene) Software oder ggf. sogar gar keine Software für den Betrieb ihrere Produkte unter Linux bereitstellen. Dies sollte man bei der Auswahl von CPU, Grafikkarten, WLAN-Karten, etc. im Auge behalten.
Um keinen "Glaubenskrieg" zu entfachen, spreche ich keine konkrete Kaufempfehlung aus. Aber Andere werden da vielleicht weniger Bedenken haben ...
 
@Martina_P
Das wichtigste hat ja @susejunky bereits erwähnt.
Hardwaretechnisch würde ich bei einem der einschlägigen Hersteller schauen, die ausschließlch Hardware für Linux verkaufen.
Für DaVinci Resolve (Studio) kenne ich zwei Linux-Distributionen, die fast 'out of the box' funktionieren sollten.
Zum einen Rocky Linux sowie CachyOS, das ich selbst mit DaVinci Resolve Studio nutze. Hier ist eine minimale Anpassung nötig.
 
@Martina_P
Das wichtigste hat ja @susejunky bereits erwähnt.
Hardwaretechnisch würde ich bei einem der einschlägigen Hersteller schauen, die ausschließlch Hardware für Linux verkaufen.
Für DaVinci Resolve (Studio) kenne ich zwei Linux-Distributionen, die fast 'out of the box' funktionieren sollten.
vielen Dank Stephan,
welche einschlägigen Hersteller kannst Du mir denn Empfehlen? Ich bin eine normale „Anwenderin“ Betriebssystem und Software installieren… Update auf Automatik… fertig! … Filme & Musik schneiden und veröffentlichen und glücklich sein.
Ich will hier kein Glaubenskrieg entfachen, sondern einfach nur von Fachleuten Empfehlungen. Es gibt ja leider keine Fachgeschäfte mehr, da würde ich sonst hingehen und ein empfohlenes Gerät mitnehmen.

Danke!
 
Auch Geräte der Thinkpad-Serie von Lenovo lassen sich so konfigurieren, dass sie für Linux zertifiziert sind.
Selbiges gilt für ausgesuchte Modelle von Dell.
Am besten suchst du selbst bei Google nach Laptops, die für Linux zertifiziert sind.
 

susejunky

Moderator
Teammitglied
Ich will hier kein Glaubenskrieg entfachen, sondern einfach nur von Fachleuten Empfehlungen.
Dass Du keinen Glaubenskrieg entfachen willst, glaube ich Dir gerne (und wollte ich Dir auch nicht unterstellen).

Aber da bei konkreten Produktempfehlungen schnell nicht rational begründbare, persönliche Vorlieben ins Spiel kommen können, habe ich mich auf die rational begründbaren Hinweise beschränkt. Mit deren Hilfe und der Suchmaschine Deines Vertrauens solltest Du schnell eine Reihe von Geräten ausfindig machen können, die Dein Anforderungsprofil erfüllen.

Betriebssystem und Software installieren… Update auf Automatik… fertig!
Ich kenne kein Betriebssystem, das man so auf Dauer problemlos nutzen kann (es sein denn, man hat einen Administrator, der sich um all die "kleinen Unebenheiten", die bei einer Aktualisierung auftreten können, kümmert).
 
Vielen Dank für die Antworten, bei Lenovo bin ich raus. Die bieten nur Rechner (mit MS) oder ohne Betriebssystem an, bedeutet das, dass die Rechner für Linux geeignet sind? Oder haben die nur kein Betreibssystem?
Bei Dell, könnte Frau was finden… wenn nur nicht die umfangreichen Auswahlmöglichkeiten bei Grafikkarte & CO wären, auch hier keine eindeutigen Kaufempfehlungen… welche Grafikkarte benötige ich? Warum sagt niemand, hier den nimmst Du, ich mache noch ne Schleife drum und nun werde glücklich…?!
Ich kenne kein Betriebssystem, das man so auf Dauer problemlos nutzen kann (es sein denn, man hat einen Administrator, der sich um all die "kleinen Unebenheiten", die bei einer Aktualisierung auftreten können, kümmert).

… muss ich wirklich bei einem Linux „kleine Unebenheiten“ beheben? … dann bin ich raus das kann ich nicht!
Meine Rechner sind 14/9 & 7 Jahre ohne das irgendein Admin daran rumgefudgert hat…
 
Ich würde auch keinen Tip abgeben, welches das für "dich" geeignete Laptop ist, denn es wäre nur das "meiner" Meinung nach geeignete Laptop, andere User sehen das evtl. anders.

Am besten ist es, du suchst mit deinen Vorgaben ein Laptop mit Windows aus und postet hier dann die Hardware.
Denn schon bei der Grafikkarte wird es schwierig: AMD oder Nvidia

Und Tuxedo bietet auch eigene Treiber in Repos an, daher wäre das auch noch zu überdenken.
 
Wie viele andere kenne ich das Programm nicht. Offenbar ist es sehr mächtig, und das läßt vermuten, daß es gewisse Anforderungen an die Hardware (vor allem Prozessor und Grafikkarte) hat. Somit ist es wohl für die meistem von uns nicht möglich, mit Hardware-Vorschlägen aufzuwarten, mit denen Du Deine Anforderungen an das Programm in für Dich vertretbarer Zeit abarbeiten kannst.

Von den Linux-Distributionen scheint Rocky Linux optimal zu sein. Aber wenn ich z. B. Da vinci resolve on Rocky 10 überfliege, ist auch dort nicht alles konfliktfrei.

Wenn Du das Programm bereits kennst, kannst Du ja damit umgehen. Wenn es Neuland für Dich ist, wirst Du um einen gewissen Lernaufwand (auch betreffend Linux) nicht hinwegkommen (außer es gibt einen Hersteller, der ein Produkt mit.dem vollständig eingerichteten Programm anbietet).
 
Super rechenintensives Programm. Und dann Zukunftssicherheit für 10 Jahre. Und das auf 'nem Notebook. Das sind Anforderungen, die nach High-End klingen.

Man müßte also ein ziemlich leistungsfähiges Notebook kaufen. Sowas ist in jedem Fall nicht billig. Und wenn dann die Hardware nicht mit Linux zusammengehen sollte, wäre das ja ganz blöd. Und dann weiß man immer noch nicht, wie gut dieses "DaVinciResolve" überhaupt auf Linux läuft. Kommerzielle Hersteller geben meist keine Garantien für ihre Linux-Programmversionen. Dafür gibt es zu unterschiedliche Gegebenheiten auf zu vielen Distributionen.

Also, ich sage es nur ungern, aber in so einer Situation würde ich mich tatsächlich mal bei Apple umschauen. Wenn es für die Arbeit ist, könnte man ggf. auch noch was steuerlich absetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann @abgdf nur zustimmen. Bei Tuxedo habe ich mal etwas mit dem Konfigurator rumgespielt und habe das genommen, was ich für langfristigen Einsatz und Video-Bearbeitung nehmen würde. Da kam ich auf knappe 3000 €.

Unter der Berücksichtigung, dass es mit deinem Wunschprogramm evtl. Probleme gibt, ist die Überlegung "Apple" nicht so falsch.
EDIT: Habe gerade auf der Apple-Seite nachgesehen. Dort kann man auch schnell bei 4000+ € landen.

Aus meiner Sicht würde ich dir raten: kläre deine Prioritäten. Wie sieht deine Liste an Anforderungen nach Wichtigkeit sortiert genau aus? Wie gehst du mit den damit zusammenhängenden Konsequenzen um?

Wärest du bereit, auch ein anderes Programm zu nutzen, wenn es besser unter Linux läuft? Wärest du bereit, bei Treiber-Problemen (z.B. Nvidia) solange daran rum zu fummeln, bis es (gut) läuft? Und dann auch noch sehr viel Geld dafür zu investieren, nur um eine einigermaßen große Sicherheit zu haben, dass *eine* Linux-Distribution (Tuxedo OS) damit läuft?

EDIT 2: Generell und besonders in der heutigen Zeit schwierig alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:

/dev/null

Moderator
Teammitglied
Hallo @Martina_P

Dann will ich auch noch "meinen Senf" dazu geben.
Seit etwa 30 Jahren ist Linux (konkret bzw. aktuell: openSuSE Tumbleweed) das Betriebssystem meiner Wahl. Und meine beiden (mittlerweile auch schon betagten) Laptops waren bei Tuxedo gekauft worden. Einschalten und loslegen war nie ein Problem. Auch, nachdem ich das vorinstallierte OS von Tuxedo durch das o.g. ersetzt habe.
Aber: Ich verabscheue die asozialen Medien und habe noch nie irgend ein Video zu denen hochgeladen. Oder anders gesagt, Videobearbeitung war und ist nicht mein Ding. Und ich denke, ähnlich wird es bestimmt den meisten hier schreibenden Usern gehen. Und es gibt ja auch noch den garantiert nicht gerade kleinen Unterschied zwischen einer einfachen Bearbeitung mit einem in den Repos mitgelieferten kostenlosen Programm und den Programmen, welche ein wirklicher Video-Creator nutzt. Hier wird es, was die Erfahrung betrifft, sehr dünn. Das ist dann eher der Bereich für Menschen, die nicht aufs Budget schauen müssen und fast alle einen Apfelrechner nutzen.

Aber, ich will auch noch unbedingt eines loswerdenden: Ich habe vor vielen Jahren gezielt auf der damals noch existierenden Cebit den Kontakt zur Firma Tuxedo gesucht, sowie später auch per Telefon gehalten. Das waren sehr gute Gespräche! Das wäre vielleicht meine Empfehlung für dich.

vy 73 de Peter
 
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