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Win-Rechner Hostname automatisch auflösen lassen ohne DNS?

Hallo!
Ich habe mich vorher informiert, aber nichts Passendes gefunden, deswegen stelle ich nun mal eine skurrile Frage:

Windows-Rechner lösen untereinander Ihre IP-Adresse in Hostnamen auf, ohne, dass ich irgend einen dedizierten DNS-Server dafür brauche (was bei einigen Rechnern wohl nervig wäre, wenn immer ein DNS-Server mitlaufen müsste).

Das heißt:
IP = 192.168.0.40
Windows Hostname = TESTRECHNER

IP = 192.168.0.41
Windows Hostname = TESTRECHNER2

Wenn nun z.B. TESTRECHNER2 auf TESTRECHNER per SMB-Protokoll drauf zugreift ("\\testrechner"), dann weiß der irgendwoher, wie er die IP-Adresse auflösen muss, ohne, dass ich im Windows so etwas konfigurieren musste.

Aber warum kann das ein Linux-Rechner nicht, ohne einen Eintrag in die /etc/hosts zu machen?

Gibt es eine Möglichkeit, dass es doch geht, ohne einen DNS-Server extra zu konfigurieren? (Ist ziemlich nervig, jedem Linux-Rechner immer diese Datei zu füllen, damit er weiß, wie er meinen eingegebenen Hostnamen auflösen soll).
 
Du kannst auch DNS-Einträge durch DHCP-Anmeldungen erzeugen. DNS ist transparent und funktioniert zuverlässig.

NetBios ist Teil der Samba-Suite und funktioniert auch in den entsprechenden Samba-Modulen unter Linux, ist nur nicht wie ein Geschwür im Betriebssystem installiert wie unter Windows.

Hat man unter Win ein paar mehr Rechner braucht man auch einen WINS-Server und wenn dann nachdem man NetBios über TCP/IP ausgewählt hat und bei Eingabe des WINS-Server der Knotentyp immer noch nicht auf h steht und man unbeholfen in der Registry die Schlüssel verstellt, was aber nur bis zum nächsten Neustart hält weiß man das es Beschäftigungstherapie ist.
 
Das was Du unter Windows beobachtest ist die NetBIOS Namensauflösung. Diese geht entweder über lmhosts Datei, Broadcast oder WINS Server.

Das 'automatische' Verfahren bei dem man nichts konfigurieren muß sind NetBIOS Broadcasts.

Für NetBIOS Namensauflösung in Samba ist der nmbd zuständig.

Die NetBIOS Broadcasts bleiben wohl gerne in Firewalls hängen.

Bei einem WINS Server registrieren sich die Clients dynamisch beim WINS (Windows Internet Name Server; hat mit 'Internet' mal gar nix zu tun).

Ich habe meinen Samba als WINS eingerichtet und seitdem finden sich alle SMB/CIFS Dienste.

Notwendig ist ein WINS Server für NetBIOS Namensauflösung in mehreren Netzwerksegmenten (da die Broadcasts ja nicht über Segmentgrenzen hinwegreichen).

Neue Windows-Versionen (2K, XP) machen im Active Directory (also in Verbindung mit einem W2L bzw 2003 Server) Namensauflösung über DNS und brauchen dann kein WINS mehr.

Die DNS Namensauflösung geht entweder über hosts Datei, Multicast DNS in .local Domänen (das ist ein eigenes Kapitel...) oder einen DNS Server.
 
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