Servus, auf Deine Nachfrage hin einige Ausführungen zum Thema Linux als (Nur-)Modemuser.
Vorweg, einige Probleme lagen an fehlendem Linuxallgemeinwissen, aber manches passsiert scheinbar nur
mir und ist auch kaum zu erklären, aber einem Anfänger nur mit Modem würde ich kein Linux empfehlen.
Die Voraussetzungen hier:
Laptop P3, 1200 MHz, 380 MB, Win Me, bisher noch kein Linux.
Mehrere ältere Towers mit P3, mit 466 bis 900 MHz, 128 bis 380 MB RAM, für die ich keine Winlizenz habe,
und weil ich auch kein schwarzes verwenden will, sind sie mit verschiedenen Linux-Distris versehen.
Als ich vor ca. 3 Jahren mit Debian Etch anfing, installiert von einem Informatiker, war das ser. Modem das ich
hatte (ein AcerModem 56 Surf, das auch unter Win nicht mit dem Standardtreiber läuft) nicht einzurichten.
Erst vor ein paar Wochen gelang es mir, wie, ev. unter einem separaten Thema.
Davor hatte ich dann ein 33.6 K, das nur mit ATZ als Init auskommt. Trotzdem dauerte es mit Etch noch
Monate bis ich erst das KPPP starten konnte und dann noch das ppp-died beheben konnte.
Das gleiche gilt für Lenny, wo nichts besser wurde, also die Einstellungen nach der Installation eine Modem-
einwahl nicht ermöglichen.
Bei Suse 10.3 mußte ich "nur" die Gruppeneinstellung vornehmen, um ins Netz zu kommen.
Welche Gruppenzugehörigkeit entscheidend war, wäre ev. auch in einem separaten Thema zu klären,
ich habe nämlich gleich fast alle angekreuzt. (dialout allein hat nicht genügt)
!!!Zuvor hatte ich schon 11.0 und 11.1 installiert und mit beiden keine Modemeinwahl einrichten können,
mit Modems die unter anderen Linuxdistris laufen.
Da muß ich mal Mandriva loben. Bei der ersten Live-CD-Version war zwar kein KPPP drauf und den anderen
Pfad hatte ich nicht gleich gefunden, doch bei der anderen da ging es so wie man es sich eigentlich
vorstellt, installieren, Modem anschließen, einwählen, passt.
Vor längerer Zeit hatte ich mal kurz Dapper Drake von Ubuntu, da glaube ich war es auch so.
Eine interne Modemkarte bekam ich bis heute nicht zum laufen, ebenso das USB-Modem, das ich
jetzt seit November unter 3 verschiedenen Distris probiert hatte, obwohl für jede ein Linuxtreiber da ist.
Da ist man schon erstaunt, wenn man beim durchsuchen der Foren Lösungen findet, sogar solche für
interne Laptop-Modems.
Allerdings sind auch sehr viele älteren Datums, die sich dann meist nicht 1 zu 1 übertragen lassen.
So kann man nur zu der Erkenntnis kommen, daß die Linuxentwickler sich mit Modemanwendungen
kaum mehr befassen.
Falls sich ein Leser dieses Themas selbst überzeugen will und noch ein Modem hat, hier eine
call by call-Nr.: 019285510, Kennwort meOme, Passwort meOme, z. Zt. 0,59 ct/min
Nun zu den Grafikkarten usw. Bisher hatte hier noch jedes Linux jede Grafikkarte und Lankarte
ohne sonstiges zutun sofort erkannt und eingerichtet. Ebenso die Soundkarten.
Bei den Druckern und Kopierern war es mit Etch noch nicht ganz so einfach.
Mit Lenny kam dann im Programmmenü das HPLIP, ebenso wie in den neuen Knoppixversionen.
Damit wurde dann das was HP-Geräte betrifft, zum plug and play.
In dem suse 10.3 hier ist auch ein Paket hplip, das für drucken, scannen und faxen sein soll.
Doch auf die schnelle habe ich damit noch kein Gerät einrichten können.
Vermute, daß das wieder an irgendwelchen fehlenden Rechten liegt.
Gerade das ist etwas was mir bei vielen Linux-Distris dermaßen unsinnig vorkommt.
Warum kann man beim Benutzer einrichten ihn nicht gleich mit allen erforderlichen Rechten
ausstatten? Wenn dann ein Experte irgend ein Mehrplatznetzwerk sicherer machen oder sonst
wie verschachteln will, dann kann er es doch dann auch noch. Was nützt es denn einem privaten
0815-Anwender, wenn er sich mit den Rechten für Standardanwendungen rumschlagen muß?
Was Hardwareerkennung und plug and play betrifft, kann ich nur Mandriva hervorheben.
Wenn ich auch kein großer Linuxexperte mit langjähriger Erfahrung bin, soviel ich von
Mandriva die letzten Wochen mitbekommen habe, kann ich nur sagen, daß viele Anwender der
weitverbreiteten Linuxdistris staunen würden, wenn sie merkten, was das "kleine" Mandriva
alles drauf hat. Warum es dann die Pakete für mein USB-Modem doch nicht einrichten konnte,
konnte ich aber auch nicht klären.
Zum Rambedarf, als ich mit Etch anfing hatte ich 128 MB, nach einer Erweiterung auf 320
konnte ich keine Verbesserung feststellen. Denke, daß die aktuellen Distris alle mit
256 MB locker laufen. Mache zwar mit Bildbeabeitung praktisch nichts, ebensowenig mit
Audio und Video, kann mir aber vorstellen, daß das dafür auch noch reichen könnte, auch
mit KDE 4.x an dem ich eigentlich auch keinen wirklichen Vorteil erkennen kann.
Daß neue Windows und alte Hardware und umgekehrt oft nicht gehen trifft auch für die
Apples zu. Ob für die ganz neuen noch alle Modemtreiber da sind, weiß ich jetzt nicht,
aber ich kann mir vorstellen, daß mit XP alles noch genauso problemlos wie früher
mit Win98 mit Modems und Einwahl ging, was bei Linux meist nicht mehr der Fall ist.
Hoffe, daß ich mit meinen Ausführungen das getroffen habe, was Dich interessiert.
Gruß
Hans